Gymnasiumsneubau binnen zwei Jahren wird ein Gewaltakt

Garching - Das Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) und die Grundschule-West - das sind derzeit Garchings große Baustellen und Herausforderungen.

Das alte WHG ist fast schon komplett abgerissen. In den kommenden zwei Jahren wird hier das neue Gymnasium errichtet. Aus dem Bauschutt wurde in Hochbrück nahe der Olympia-Schießanlage eine Trainingsstätte für die bayerische Rettungshundestaffel geschaffen. Der Verein nutzte das leer stehende Gebäude auch schon in den Tagen vor dem Abriss zu Übungen, bei denen die Hunde vermisste und verschüttete Menschen suchen.

Der Bau des neuen Gymnasiums soll voraussichtlich schon in diesem April beginnen. Die erste Voraussetzung ist mit der Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns bereits erfüllt. Derzeit laufen die Ausschreibungen.

Garchings Bürgermeisterin Hannalore Gabor, die auch Vorsitzende des Zweckverbandes mit Ismaning, Unterföhring und dem Landkreis München ist, weiß um die sportliche Vorgabe von zwei Jahren Bauzeit für die 50 Millionen Euro teure Schule: „Das wird ein Gewaltakt.“

Die nächste Herausforderung für Garching wird der Betrieb der Ganztagsschule in der Grund- und Hauptschule. Wichtig für die Stadt ist dauerhaft ein zweizügiger Betrieb, für den mindestens 30 Schüler in einem Jahrgang nötig sind. Hannelore Gabor sieht in den vier Grundschuljahrgängen keine Probleme, aber ab der fünften Klasse liegt die Mittelschule Garching derzeit genau an der Grenze. Deutlich wurde zuletzt, dass viele Schüler mit besseren Noten von der Grundschule zu Ismaninger Schulen wechseln.

Eine Schule der anderen Art könnte mit einer internationalen Privatschule am Südrand des Forschungscampus entstehen. Die Gespräche mit einem potentiellen Investor laufen laut Gabor bereits aussichtsreich. Dieser Interessent hat bereits in anderen Bundesländern internationale Schulen etabliert.

Die Institute des Forschungscampus versprechen sich von einer solchen Einrichtung noch bessere Chancen, Wissenschaftler von Weltrang nach Garching holen zu können.

Der Stadtrat wird sich auch Gedanken über eine weitere Kinderkrippe machen müssen. Aktuell fehlen 20 bis 25 Plätze, für weitere zwei Gruppen besteht auch Bedarf am Forschungscampus. Bürgermeisterin Gabor kann sich hier eine Lösung mit einem Gebäude in Modulbauweise vorstellen. Eine solche Krippe könnte am Rathausplatz entstehen und so den beliebten Spielplatz sichern, der bei einem Neubau einer Volkshochschule gefährdet wäre. Weitere Optionen sind Grundstücke nahe dem Wasserturm oder im Norden an der Einsteinstraße in der Nachbarschaft des evangelischen Kindergartens. nb

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