Kein Stubenhocker trotz Querschnittslähmung: Andreas Pröves. Foto: rabe

Andreas Pröve: Weltenbummler im Rollstuhl

Haar - 5000 Kilometer sind es von der Mündung des Mekongs in Vietnam bis zur Quelle in Tibet. Ein halbes Jahr lang dauerte jene Reise, von der Andreas Pröve den 180 Zuhörern im Haarer Bürgerhaus berichtete. Dabei legte der 57-Jährige die Strecke im Rollstuhl zurück, und war damit der erste Mensch, dem dies gelungen ist.

Seit einem Motorradunfall 1991 ist Pröve querschnittsgelähmt. Deshalb auf seine Reisen zu verzichten? Für den Weltenbummler war das keine Option. Insgesamt zwölf Bücher hat er bis heute über seine abenteuerlichen Expeditionen geschrieben, ist im Fernsehen aufgetreten und unternimmt regelmäßig Vortragsreisen.

„Diesen außergwöhnlichen Menschen wollten wir unbedingt einladen“, sagt Andrea Daffner vom Ortsverein der SPD. Untermalt von einer Bilder- und Videopräsentation, habe die zweieinhalbstündige Veranstaltung die Zuhörer in den Bann gezogen und sehr bewegt. Danach nahm sich Pröve noch Zeit für Fragen und signierte Bücher. „Er war unglaublich herzlich, charmant und charismatisch“, schwärmt Daffner. Die Botschaft war klar: Ein Rollstuhl muss kein Handicap sein. std

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