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Die EInrichtung ist zweckmäßig, aber gemütlich – mit den gemusterten Vorhängen. Jede Familie hat einen Tisch und vier Stühle.

Besichtigung der Feel-Home-Häuser an der Vockestraße

Fast wie ein Zuhause

Haar - Überraschend. Das war das Wort, an dem beim Besichtigungstermin der neuen Asylunterkünfte in der Vockestraße in Haar niemand vorbei kam: überraschend geräumig, überraschend schön, überraschend lebenswert.

„Eine echte Wohnung“, stellt ein junger Mann erstaunt fest. Damit spricht der Familienvater aus, was sich viele der rund 150 Besucher denken. Trotz Dauerregens sind sie gekommen, im Innenhof reiht sich Regenschirm an Regenschirm. Alle wollen sehen, wie es in den drei Holzhäusern aussieht, in die 96 Flüchtlinge einziehen werden. „Feel Home“, heißt die Philosophie dahinter. Im Inneren fühlt man sich auf Anhieb wohl. Das helle Holz an den Wänden und das dunkle Parkett verleihen den Wohnräumen etwas Gemütliches. Acht Bewohner leben hier jeweils auf circa 64 Quadratmetern, teilen den Wohn- und Kochbereich. Jedes Schlafzimmer verfügt über ein Bad. Die Betten, je ein Doppel- und ein Stockbett, sehen bequem aus.

Kein Mitspracherecht bei der Belegung

Die Besucher schauen sich die Wohnräume ganz genau an, öffnen die Schränke, liegen auf den noch in Plastik verschweißten Matratzen schon einmal Probe und schießen eifrig Fotos. Sie haben viele Fragen. Mitarbeiter der Starnberger Firma, die die zweigeschossigen Häuser herstellt, und Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) versuchen, sie zu beantworten. Wie groß ist der Schlafbereich genau? Wer kümmert sich um die Verpflegung? Und wer zieht denn jetzt letztlich in die Nachbarschaft? Das interessiert die Anwohner ganz besonders. Darauf kann Müller keine Antwort geben. 

Um die Belegung kümmert sich die Stabsstelle Asyl des Landratsamtes. „Wir haben da kein Mitspracherecht“, sagt die Rathauschefin. In ein Haus, das versichert eine Mitarbeiterin der Stabsstelle, sollen aber ausschließlich Familien ziehen. Die Bauabnahme ist Mitte März. Danach könnten die ersten Asylbewerber einziehen. Am Spielplatz und dem Fahrradständer im Innenhof wird noch geschraubt, aber sonst ist die Anlage bezugsfertig. „Diese Häuser sind die beste Unterbringungsform, die es gibt“, sagt Bürgermeisterin Müller. „Hier können die Asylbewerber auch länger bleiben.“

Florian Prommer

Fast wie ein Zuhause: Bilder von der neuen Asylunterkunft

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