Aufrufen und reinhören: Andreas Tontsch (l.) und VHS-Leiter Alfred Pfeuffer geben die Haarer Hörpfade frei. Foto: NB

Haar geht ins Ohr

Haar - Aufrufen und abhören: Bürger haben Audio-Beiträge über die Gemeinde und ihre Menschen ins Internet gestellt.

In der Gemeinde gibt es viel zu erleben und so manchen prominenten Einwohner. Die Beiträge über Haar sind nun erlebbar geworden mit den Haarer Hörpfaden. Von Haarer Bürgern für Haarer Bürger und Touristen ist im Internet viel Informatives unter der Adresse www.haarer-hörpfade.de abrufbar. Angeschoben wurde das Projekt von der Volkshochschule, die sich professionelle Unterstützung holte bei Helmut Nordweg vom Bayerischen Rundfunk.

Er gab den Beteiligten des Kurses journalistische Tipps, bevor sich die Laien auf die Straße begaben zu Probeinterviews. Im nächsten Schritt entwuchsen aus den Vorbereitungen mit Aufnahmegeräten der Volkshochschule sehr professionelle Beiträge.

Beim Tag der offenen Tür an der Volkshochschule wurde die Internetseite offiziell frei gegeben. Besonders aktiv waren mehrere Schüler des Ernst-Mach-Gymnasiums, die ihre Schule in fünf Beiträgen, darunter ein Porträt des Namensgebers, vorstellten. Darüber hinaus können Zuhörer viel erfahren über die Kirche St. Nikolaus, den Ökogarten, das Spielearchiv oder den in Haar lebenden KZ-Zeitzeugen Max Mannheimer.

Andreas Tontsch, Projektleiter der Hörpfade an der Volkshochschule, schätzt die hohe Qualität der Beiträge. Deren Sprecher haben unterschiedliche Herangehensweisen gewählt von einer klassischen Dokumentation der Geschichte über ein Interview bis zu einem spielerischen Ansatz bei einem Gespräch am Gartenzaun.

Andreas Tontsch kann sich gut vorstellen, in den nächsten Jahren weitere Beiträge der Haarer Hörpfade in ein wachsendes Archiv einzubringen. An der Volkshochschule könnte es mittelfristig einen zweiten Kurs geben, bei dem die Teilnehmer professionelle Hilfe bekommen.

Denkbar ist aber auch, dass sich Haarer Bürger mit den Aufnahmegeräten der VHS auf den Weg machen, den einen oder anderen Ort zu erkunden. Ein Plan ist auch, an ausgewählten Gebäuden Hinweise auf Hörbeiträge anzubringen. So könnten Menschen mit dem Smartphone während eines Ortsspaziergangs die Erklärungen zu Gebäuden oder Personen abhören. Die multimediale Welt könnte so die Gemeinde in ein paar Jahren zum begehbaren und erlebbaren Museum machen.

Kunden wollen

mehr als

Standardkurse im

Kunst-Bereich

Beim Tag der offenen Tür hatte die Volkshochschule Haar ein volles Haus. Mit dem groß aufgezogenen Aktionstag erreichte die Bildungseinrichtung auch Menschen, die bislang noch nicht zum Teilnehmerkreis der VHS gehörten. Für Alfred Pfeuffer ist der Tag der offenen Tür auch wichtig, um in den Gesprächen mit den Bürgern zu erfahren, welche Angebote gut ankommen, wo es Verbesserungspunkte gibt und was für Kurse nachgefragt werden.

Pfeuffer nahm als Hausaufgabe mit, dass im Kunst-Bereich mehr als Standardkurse gewünscht ist: Eine besondere Aktion war die Versteigerung von Tierfotos. Ein Fotokurs machte Aufnahmen im Tierheim, nun wurden die Fotos versteigert. Der Erlös von gut 150 Euro wird dem Tierheim gespendet. nb

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