Am Gemeindekindergarten Eglfing

Unbekannter masturbiert vor Kindern

Am Kindergarten in Eglfing (Gemeinde Haar) hat ein bislang unbekannter Mann am vergangenen Freitag sexuelle Handlungen vor vier Kindern ausgeführt.

Eines der betroffenen Kinder vertraute sich später seinen Eltern an. Diese informierten daraufhin Kindergartenleitung und Polizei. Nach Aussagen der Kinder – ein Erwachsener hat den Vorfall nicht beobachtet – hat die Polizei die Geschehnisse wie folgt zusammengefasst.

Am Freitag fuhr ein bislang unbekannter Mann um circa 15 Uhr mit seinem Fahrrad an das hintere Tor des Kindergartens in der Neithardstraße in Eglfing. Er stieg von seinem Fahrrad ab und blieb vor der Mauer des Kindergartens stehen. Anschließend suchte er den Blickkontakt zu vier spielenden Kindern, ließ seine Hose herunter und fing an zu masturbieren. Die Kinder konnten dabei das Geschlechtsteil des unbekannten Täters sehen. Zuvor hatte er die Kinder dazu aufgefordert nichts zu sagen, indem er die Finger auf seinen Mund legte. Anschließend stieg der Mann auf sein Fahrrad und fuhr davon.

Laut Täterbeschreibung handelt es sich um einen circa 1,75 Meter großen, dicken Mann, der ein schwarzes T-Shirt und eine blaue Hose trug. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter Tel. 089/2910-0 zu melden oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Wie die Kindergartenleitung gestern auf Nachfrage bekanntgab, wurden alle Eltern informiert und aufgeklärt. „Ansonsten werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen“, teilte Einrichtungsleiter Thomas Friedrich mit. Ute Dechent, Sprecherin der Gemeinde Haar, sprach von einem „bedauerlichen Vorfall“, erteilte der Nachfrage nach eventuellen baulichen Veränderungen aber eine Absage. „Ich denke nicht, dass es zu irgendeiner baulichen Veränderungen kommen wird. Kitas sind in der Regel keine hermetisch abgeriegelten Einrichtungen. Und ich glaube, dass es auch nicht im Interesse der Eltern und Kinder ist, nur noch hinter dicken Mauern zu spielen“, so Dechent. Das Wichtigste sei nun, dass das Personal seiner pädagogischen Aufgabe nachkomme und weiterhin vertrauensvoller Ansprechpartner für die Kinder sei.

soh

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