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Jugendliche greifen andere Teenager mit Macheten an - Täter stößt 17-Jährigen auf Gleis - Neue Details bekannt

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Von: Moritz Bletzinger, Max Wochinger

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Messer-Angriffe von Jugendlichen mehren sich im Landkreis München: In Haar griff eine Gruppe nun wohl mit Macheten und einer Schreckschusswaffe an (Symbolbild).
Messer-Angriffe von Jugendlichen mehren sich im Landkreis München: In Haar griff eine Gruppe nun wohl mit Macheten und einer Schreckschusswaffe an (Symbolbild). © Highwaystarz/LOOP IMAGE/

Eine größere Gruppe Jugendlicher attackierte wohl vier Teenager in Haar. Sie sollen Macheten und eine Schreckschusswaffe dabei gehabt haben.

Update vom 25. Mai, 14.34 Uhr: Am Montagabend kam es am Bahnhof Haar zu einer schwerbewaffneten Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen (siehe Erstmeldung). Dabei sollen vier Jugendliche von einer großen Jugendgruppe unter anderem mit einer Schreckschusswaffe und Machete bedroht worden sein, teilte die Bundespolizeiinspektion München mit. Die Täter sollen nach Zeugenaussagen über die Bahngleise geflohen sein.

Gegen 18.50 Uhr informierte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord die Bundespolizeiinspektion, dass sich Menschen im Gleis am Bahnhof Haar befinden, so die Bundespolizei. Eine S-Bahn musste bereits eine Schnellbremsung einleiten. Am Bahnhof in Haar trafen die Beamten auf vier Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahre. Darunter drei Iraker aus München und ein Jugendlicher aus Dorfen (Landkreis Erding).

Übergriff am Bahnhof Haar: Angreifer schlug mit Machete zu

Die Jugendlichen erzählten den Polizisten, dass sie gegen 18.40 Uhr von einer großen Jugendgruppe mit Schottersteinen, Eisenstangen, einer Schreckschusswaffe und Macheten bedroht wurden. Die Machete sei demnach in der Schutzkappe gewesen.

Die Angreifer schlugen einem der Jugendlichen, dem 17-jährigen Iraker, mit der Machete in der Schutzkappe gegen die Beine. Die Angreifer sollen auch gegen den Kopf geschlagen haben, die Schläge verfehlten aber ihr Ziel. Zudem hat ein Unbekannter mit Anlauf gegen den Iraker getreten, er fiel ins Gleisbett und verletzt sich dabei am Bein, so die Bundespolizei. Die drei 15-jährigen Begleiter flüchteten über die Gleise. Unbeteiligte Zeugen setzten daraufhin einen Notruf ab, die Angreifer flüchteten in verschiedene Richtungen. Mindestens ein Täter floh entlang der Gleise Richtung Gronsdorf, weshalb ein weiterer S-Bahnfahrer seinen Zug anhalten musste.

Polizei kann elf Jugendliche festsetzen - alle aus dem Großraum Haar

Zusammen mit der bayrischen Landespolizei setzten die Beamten elf Jugendliche am Bahnhof fest, auf die die Zeugenbeschreibungen passten. Es sind großteils Deutsche aus dem Großraum Haar. Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen konnten aber bisher keine Taten zugeordnet werden, sie müssen mithilfe von Zeugen überprüft werden, sagte eine Bundespolizeisprecherin auf Nachfrage. Die Waffen wurden nicht gefunden.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung sowie gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr gegen die noch unbekannten Angreifer. Die Beamten gehen insgesamt von sieben Angreifern aus, die sich aus einer großen Gruppe von 15 bis 20 Menschen loslöste. Der verletzte 17-Jährige wurde zur Behandlung seines Beins mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei bittet Zeugen sich unter der Telefonnummer (089) 51 55 50 11 11 zu melden.

Haar: Jugendliche von anderer Gruppe bedroht worden

Erstmeldung vom 25. Mai, 8.45 Uhr: Haar - Am Montagabend kamen vier Teenager wohl mit dem Schrecken aus einer Auseinandersetzung davon. Ein 17-Jähriger und seine drei 15-jährigen Freunde wurden von einer größeren Gruppe Jugendlicher angegriffen, teilt die Polizei am Dienstag mit. Der Streit ereignete sich offenbar am S-Bahnhof in Haar.

Haar: Streit unter Jugendlichen - Angreifer zücken Macheten und Schreckschusswaffe

Die vier gaben an, mit Macheten und einer Schreckschusswaffe bedroht worden zu sein. Auch mit Schottersteinen und Eisenstangen soll auf sie losgegangen worden sein. Die Macheten führten die Angreifer in der Schutzkappe. Einer der Täter habe den 17-Jährigen dabei verletzt und ihn in ein Gleisbett gestoßen. Zeugen beobachteten den Vorfall und alarmierten die Polizei.

Als die Angreifer das mitbekamen, ergriffen sie die Flucht. Einer der Jugendlichen rannte dabei über die Gleise davon. Eine S-Bahn konnte gerade noch bremsen. Der Fahrer musste den Wagen abrupt stoppen. Die Polizei ging der Zeugenbeschreibung nach und konnte nach am Montagabend mehrere der jungen Männer ermitteln. Ob Waffen sichergestellt wurden, teilt die Polizei zunächst nicht mit.

Bayern: Bandenkämpfe zwischen Jugendlichen häufen sich - Teenies gehen brutal aufeinander los

Im Landkreis München beobachtet die Polizei derzeit einen besorgniserregender Anstieg von Messer-Delikten bei Minderjährigen. In Puchheim kam es zu Beginn des Monats wieder einmal zu einem Bandenkampf unter Jugendlichen*. Dabei wurde ein 16-Jähriger durch Messerstiche schwer verletzt. Etwa 15 Teenager sollen teils mit Hieb- und Stichwaffen aufeinander losgegangen sein. Drei wurden festgenommen. Schon eine Woche zuvor hatte sich ein ähnlicher Vorfall ereignet. Eine Ermittlungsgruppe wurde gegründet. Sie soll den immer wiederholten, brutalen Bandenkämpfen in Germering und Puchheim auf den Grund gehen. Einen Zusammenhang zur jüngsten Attacke in Puchheim gibt es wahrscheinlich aber nicht. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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