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Geschwungene Formen am Haarer Dreieck: So wird der Neubau aussehen. Foto: 
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Da fliegt die Erde: (v.l.) Stefan Sinning, Thilo Brandel, Edith Wittenstein, Gabriele Müller, Martin Zech, Dirk Haft.

Attocube investiert 20 Millionen für neuen Firmensitz

Hightech in Haar

Haar - Einen großen Fisch hat die Gemeinde Haar mit der Ansiedlung der Firma „attocube sytems“ an Land gezogen. Am „Haarer Dreieck“ entsteht für 300 Mitarbeiter ein Firmenkomplex.

Hier werden Nanotechnologieanwendungen entwickelt, produziert und vertrieben. Der Komplex soll zudem als Magnet Pioniere und junge Talente nach Haar ziehen. Die Firmengeschichte von Attocube ist noch jung, in der kommenden Woche feiert das Unternehmen 15-jähriges Bestehen. In dieser Zeit mauserte man sich jedoch zu einem der führenden Unternehmen im Bereich Sensorik und Nanotechnologie, die bei der Entwicklung neuer Speichermedien, in der Halbleiterindustrie, der Raumfahrt und Medizintechnik eingesetzt werden.

Drei Firmen unter einem Dach

Der „Atto“-Bereich ist um ein Vielfaches kleiner als der Nano-Maßstab, hier wird nah an der Grenze des pysikalisch-technisch Machbaren gearbeitet, Unsichtbares sichtbar gemacht. Der Firmensitz in München an der Königinstraße am Englischen Garten konnte mit dem rasanten Wachstum nicht mithalten. In den Neubau in Haar werden 20 Millionen Euro investiert, um auf der 5700 Quadratmeter großen Fläche hinter der S-Bahn ein dreigeschossiges Bauwerk zu errichten. Zusammen mit den 100 Attocube-Mitarbeitern zieht die „neaspec GmbH“ aus Martinsried sowie die Ottobrunner Vertriebsmannschaft der „Wittenstein alpha GmbH“ ein. Alle drei sind Töchter des Mutterkonzerns Wittenstein SE, die mit weltweit 2000 Mitarbeitern einen Umsatz von 302 Millionen Euro bei mechatronischer Antriebstechnik generiert.

Bis Mitte 2018 wird auf dem trapezförmigen Grundstück am Eglfinger Weg ein S-förmiges Gebäude errichtet. „Ähnlich unserem Geschäftsfeld entsteht ein Hightech-Bau für unsere Mitarbeiter, aber auch für junge Talente und Pioniere, die hierher kommen sollen“, sagte Professor Khaled Karrai von Attocube. Die Gemeinde änderte im Juli 2015 den Flächennutzungsplan, der das Gebiet zwischen Eglfinger Weg und Marieluise-Fleißer-Weg als Sport- und Freizeitfläche auswies. Im Dezember 2015 wurde der Generalplanvertrag unterschrieben. „Ich bin glücklich“, Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) strahlte. „Eines der besten Haarer Grundstücke geht an ein zukunftsweisendes Unternehmen!“ Sie sieht die Gemeinde nun in der Pflicht, auch den S-Bahnhof in Schuss zu bringen.

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