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Feuerschein und offene Flammen: Der Balkon im sechsten Stock brennt. Lautes Knallen weckt die Nachbarn.
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Ein Großaufgebot der Feuerwehren rückt an. Die Einsatzkräfte können verhindern, dass die Flammen auf den Wohnbereich übergreifen. Alle Bewohner des Hochhauses werden evakuiert.

Großaufgebot der Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Brand in Haarer Hochhaus: 60 Wohnungen evakuiert

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Bei einem Brand in einem Hochhaus an der Katharina-Eberhard-Straße in Haar ist am späten Montagabend ein Schaden von rund 60000 Euro entstanden. Ein Balkon im sechsten Stock war in Flammen gestanden.

Haar– Lautes Knallen erschreckte mehrere Anwohner des achtstöckigen Gebäudes. Sie bemerkten die Flammen und alarmierten die Feuerwehr: Gegen 22.40 Uhr gingen zahlreiche Anrufe bei der Feuerwehr ein. Ein Großaufgebot aus 85 Einsatzkräften aus Haar, Grasbrunn, Feldkirchen rückte an, auch die Münchner Berufsfeuerwehr eilte mit einer zweiten Drehleiter zur Hilfe. 

Offenes Feuer im sechsten Stock

Schon von Weitem sahen sie den Feuerschein im oberen Bereich des Gebäudes. Während ein Teil der Einsatzkräfte und die örtliche Polizei die Bewohner aus rund 60 Wohnungen evakuierte, drangen zwei Löschtrupps unter Atemschutz über das Treppenhaus und über eine Drehleiter zum Brandherd vor. 

Schnell konnte die Feuerwehr die Flammen löschen und verhinderte so, dass sie sich in die Wohnung ausbreiteten, meldet die Polizei.

Nachbarn bringen ältere Dame aus der betroffenen Wohnung

Unklar ist bislang, warum die auf dem Balkon abgestellte Gegenstände in Brand geraten sind. Das explosionsartige Knallen stammte von zerberstenden Spraydosen, vermutet die Polizei. Die Hitze des Feuers ließ die Fensterscheiben der betroffenen Wohnung platzen, sodass Rauch und Ruß in den Wohnbereich drangen. Die Bewohnerin, eine über 80 Jahre alte Dame, wurde von Nachbarn sicher ins Freie geleitet. „Es wurde niemand verletzt, keiner der Einsatzkräfte und auch kein Bewohner“, teilt der Haarer Kommandant Thomas Schwinghammer mit, die Rauchschutztüren hätten recht gut funktioniert, sodass es keine Rauchverletzungen gab.

Die freiwilligen Helfer verschalten anschließend Fenster und Tür der betroffenen Wohnung. Erst gegen 2 Uhr konnten sie den Einsatz beenden. Die Polizei hatte eine Sammelstelle eingerichtet, an dem Teams von vier Rettungswagen und ein Notarzt die Hausbewohner betreuten. Darunter auch einige Kinder und ältere Bewohner. Nach und nach konnten die Menschen unter Begleitung der Freiwilligen Feuerwehr in ihre Wohnungen zurückkehren, die zuvor auf Brandgase kontrolliert wurden. Die alte Dame aus dem sechsten Stock konnte nicht zurück in ihre Wohnung, sie kam bei ihrer Tochter unter.

Das Kommissariat für Branddelikte ermittelt jetzt, um die Brandursache herauszufinden. 

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