Ärger in Eglfing 

Jugendcliqueim Sportparkvor Rauswurf

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Im Sportpark Eglfing gibt es Ärger mit einer Clique von 17 Jugendlichen. Sie lungern im Foyer herum, trinken Alkohol und machen „Blödsinn“, sagt Geschäftsführer Oliver Eberle (43). „Jetzt werden die immer frecher und denken, sie können sich eh alles erlauben.“

Haar– Seit Ostern hat der Sportpark Eglfing ungebetene Gäste. Eine Gruppe von 17 Jugendlichen nutzt das Foyer als Treffpunkt, geht ungeniert in Garderoben und Räume, die gerade nicht vom Sportbetrieb belegt sind. Das hat Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) im Bauausschuss erwähnt. Sichtlich genervt. Sie vermutet, dass man die jungen Leute mit dem freien W-Lan ungewollt zusätzlich angelockt habe.

Das nämlich wurde ungefähr zu dem Zeitpunkt freigeschaltet, als sich die Clique, alle zwischen 15 und 18 Jahre alt, die Halle als Treffpunkt ausgesucht hat. Den freien Internetzuganghat der Sportpark mittlerweile deaktiviert, sagt Geschäftsführer Oliver Eberle. Die Jugendlichen aber sind geblieben. Die Gemeinde wolle jetzt noch einmal auf die Eltern zugehen – und notfalls strenge Hausverbote aussprechen, sagte Bürgermeisterin Müller. Auch Polizei und Sicherheitsdienst seien eingeschaltet.

Die jungen Leute lungern ab Nachmittag im Sportparkfoyer herum. Sie trinken Alkohol, und wenn der Pegel steigt und die Gruppendynamik sie antreibt, machen sie „Blödsinn“. Mehr will Eberle am liebsten gar nicht dazu sagen. Damit die Jugendlichen sich nicht noch cooler fühlen. So viel bestätigt er: Es gab auch Sachbeschädigungen.

Die Clique ist im Sportpark lange bekannt, teils von der Skateranlage. Alles ganz harmlos, ganz normal. Aber jetzt machen sie sich eben im Haus breit. Und werden immer frecher, wie sich Oliver Eberle ausdrückt. Er hat alles Mögliche unternommen; Gespräche geführt mit knapp der Hälfte der jungen Leute, auch mit Eltern. Geholfen hat es nichts. „Wenn wir sie jetzt antreffen, fliegen sie raus“, sagt Oliver Eberle.

In der Polizeiinspektion Haar ist der Fall bekannt. Aber etwas richtig Fassbares gibt es nicht. Das ganze Gebiet am Höglweg sei „eher unauffällig“, sagt Dienststellenleiter Karl-Heinz Schilling, nachdem er sich auf Anfrage des Münchner Merkur die Statistik seit Anfang 2017 angesehen hat. Ergebnis: Ein Fahrraddiebstahl; und ein Kickboard ist auch verschwunden in der Ecke. Von einem Bezug zu der Clique ist nichts bekannt.

Dass da junge Leute „rumhängen“, wie Karl-Heinz Schilling sagt, ist der Polizei bekannt. Das Problem am Sportpark Eglfing sei: Das sehr weitläufige Gelände habe viele Ein- und Ausgänge, nicht alle sind immer verschlossen. Schwer zu kontrollieren. Vielleicht verbessere sich die Situation bald von alleine. Wenn die Jugendlichen angesichts des besseren Wetters ihre Aktivitäten nach draußen verlagern. Kostenloses W-Lan gibt es ja nicht mehr im Sportpark.

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