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Gute Nachbarschaft: Der Kinderpark zieht ins Haus links neben den Setzerhof mit der Nachbarschaftshilfe. 

Nachbarschaftshilfe

Eigenes Haus mit Garten für den Kinderpark Haar

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Haar – Haar holt den Kinderpark der Nachbarschaftshilfe (NBH) ins Herzen der Gemeinde. In beste Nachbarschaft.

Die beiden Gruppen von Mädchen und Buben im Alter ab zwei Jahren ziehen aus der gemieteten Doppelhaushälfte im Frühlingsweg in das Anwesen Gronsdorfer Straße 1, das der Gemeinde gehört. Das Einfamilienhaus muss dafür noch umgebaut werden. Voraussichtlich im September wird der Kinderpark im neuen Domizil sein. Und das liegt direkt neben weiteren Einrichtungen der Nachbarschafthilfe: der Geschäftsstelle im neuen Setzerhof und einer Großtagespflege, in der Tagesmütter Kinder betreuen. Das Familienzentrum ist auch gleich um die Ecke. So konzentrieren sich dann im alten Ortskern fast alle wichtigen Einrichtungen der Nachbarschaftshilfe.

NBH-Geschäftsführerin: „Das fügt sich sehr glücklich“

„Das fügt sich sehr glücklich. Das macht den Austausch leichter“, sagt Margarete Förster (55), Geschäftsführerin der NBH. Und was Monika Wagner, die den Kinderpark seit vielen Jahren leitet, und ihre Mitarbeiterinnen betrifft, da sagt Margareta Förster: „Das ganze Team freut sich: Für die Kinder ein eigenes freistehendes Haus mit Garten zu haben, ist schon toll.“ Bisher hat der Kinderpark von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Eventuell gibt es im neuen Haus die Möglichkeit, die Betreuungszeiten auszuweiten und auch schon Kinder ab eineinhalb Jahren aufzunehmen, deutet Förster an.

Was den Bauausschuss bei den Umbauplänen noch nicht überzeugt hat, ist die als Fluchtweg notwendige Außentreppe. Als „mordsmäßig hässlich“ kritisierte Alexander Zill (SPD) die Konstruktion, wie sie auf den Plänen dargestellt ist. Das passe nicht ins Ortszentrum. Die Treppe bis zum ersten Stock zu führen sei noch verträglich, aber bitte nicht bis zum Dachgeschoss. Bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderats wird sich aber auch dafür eine Lösung finden, Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) wird das mit dem Kinderpark abklären. Die Gemeinde rechnet mit Umbaukosten von 80 000 Euro.

Bedarf an zusätzlichen Krippen- und Kindergartenplätzen 

Während der Kinderpark nur umzieht, hat die Gemeinde angesichts des Bevölkerungswachstums auch Bedarf an zusätzlichen Betreuungsangeboten. So hat die Gemeindeverwaltung Möglichkeiten erarbeitet, bis zum Jahr 2020 sechs zusätzliche Krippengruppen mit 72 Plätzen und zwei Kindergartengruppen mit 50 Plätzen anbieten zu können. Erste Schritte hat der Bauausschuss in die Wege geleitet. So wird die Gemeinde angemietete Räume am Ahrntaler Platz 2 und 4 für zwei neue Großtagespflegegruppen der Nachbarschaftshilfe umbauen. In jeder Gruppe betreuen Tagesmütter acht bis zehn Kinder bis zu drei Jahren. Der Umbau wird rund 100 000 Euro teurer als zunächst erwartet. Die Gemeinde rechnet jetzt mit 150 000 Euro, dazu 20 000 Euro für die Möblierung.

Container für Kinderkrippe sollen an den Wieselweg

Gegen Bedenken aus der SPD hat der Bauausschuss außerdem mit 8:4 Stimmen dem Gemeinderat empfohlen, eine Interims-Kinderkrippe in einer Containeranlage einzurichten. Zwei Gruppen mit insgesamt 24 Buben und Mädchen bis drei Jahre, und zwar am Wieselweg neben dem Jugendfreizeitheim Dino. Laut Verwaltung hat die Gemeinde Haar nur diese eine geeignete Fläche. Die jedoch Alexander Zill für „denkbar ungeeignet“ hält. Es sei ein Fehler, in den seit 45 Jahren bestehenden Grünzug dort einzugreifen. Horst Wiedemann, ebenfalls SPD, erklärte kategorisch: „Ich bin total dagegen, dass es an diese Stelle hinkommt.“ Obwohl die Gegner überstimmt wurden, ist bei dieser Standortfrage noch mit einer Debatte im Gemeinderat zu rechnen. Der tagt wieder am Dienstag, 31. Januar.

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