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Gesundheit auf dem Stundenplan in neuer FOS/BOS

Haar – Wunschgemäß soll an der geplanten Fach- und Berufsoberschule in Haar vom Start weg die neue Ausbildungsrichtung „Gesundheit“ angeboten werden.

Mit Fächern in „Wirtschaft“, „Technik“ und „Soziales“ würde die FOS/BOS künftigen Schülern ein attraktives Ausbildungsprofil bieten. Bezüglich der Kostenträgerschaft ist das letzte Wort noch nicht gefallen. Die Lösung wird in einem Arbeitskreis gesucht. Wie Landrat Christoph Göbel (CSU) mitteilte, verständigten sich die Schulverwaltungen der Landkreise München und Ebersberg auf gemeinsame Beratungen.

Verhandlungen zwischen Landkreisen München und Ebersberg

Der Kreistag des Landkreises München sähe es gern, würde der Zweckverband Staatliche Realschule Vaterstetten um den in Haar geplanten Schulcampus mit FOS/BOS und Realschule erweitert. In nicht-öffentlicher Sitzung der Zweckverbandsversammlung in Vaterstetten war man bereits überein gekommen, offene Fragen in einem gemeinsamen Arbeitskreis zu erörtern. Die Ergebnisse der Beratungen sollen Gegenstand der nächsten Zweckverbandsversammlung sein, voraussichtlich im März 2017.

Liebend gern auch hätte man sich in Haar in den vom Freistaat initiierten Schulversuch „Gesundheit“ eingeklinkt. Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird die neue Ausbildungsrichtung an elf Schulen in Bayern erprobt. Mit Fächern rund um das Thema „Gesundheit“ hofft das Landratsamt auf ein zugkräftiges Alleinstellungsmerkmal für die FOS/BOS. Der Schulversuch ist aber nahezu abgeschlossen, so dass eine Aufnahme nach Auskunft des bayerischen Kultusministeriums keinen Sinn macht.

Gute Infrastruktur im Gesundheitsbereich

Ein nachfolgendes Gespräch, das Christoph Göbel daraufhin mit Staatsminister Ludwig Spaenle (CSU) suchte, war dennoch zur Zufriedenheit des Landrats verlaufen. Der unter anderem an Berufsschulen in Fürstenfeldbruck und München durchgeführte Schulversuch verläuft offensichtlich derart vielversprechend, dass im Kultusministerium bereits an eine Übernahme in den Regelschulbetrieb gedacht wird.

Dank ausgeprägter Infrastruktur im Gesundheitsbereich gilt Haar, das Sitz des Isar-Amperklinikums ist, für diese Ausbildungsrichtung als geradezu prädestiniert. Den Ausschlag zu Gunsten der Gemeinde habe aber das Konzept zum Schulcampus gegeben. Vorüberlegungen zum Standort und dem Campus, einschließlich angedachter Kooperationen etwa mit dem „Kuratorium Wohnen im Alter“ und einer Altenpflegeschule würdigt der Landrat selbst als „durchdacht“. 

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