Sonja Ziegler bei der Verleihung von Urkunde und Ehrennadel. Foto: Privat

Umweltengel vom Ministerium

Sonja (15) lebt so umweltbewusst, dass sie dafür einen Preis bekommt

Kein Smartphone, kein Fleisch, kein Eltern-Taxi: Für ihr persönliches Engagement für die Umwelt wurde eine Schülerin des Ernst-Mach-Gymnasiums Haar nun geehrt.

Grasbrunn – Eine 15-jährige Schülerin ohne Smartphone, mit Second-Hand-Kleidung, die auf den Stromverbrauch in der Familie achtet und kein Fleisch isst: Das sieht man selten.

Deshalb zeichnete Ministerialdirektor Rüdiger Deutsch, die Neuntklässlerin Sonja Ziegler (15) vom Haarer Ernst-Mach Gymnasium für ihr „vorbildhaftes Engagement“ im Natur- und Umweltschutz mit dem „Grünen Junior Engel“ aus. Am Dienstag, 9. Juli, verlieh er ihr eine Urkunde mit Ehrennadel. Die Schülerin aus Grasbrunn ist damit eine von vier Heranwachsenden, denen diese Auszeichnung heuer verliehen wurde. Sonja sei eine außergewöhnliche junge Dame mit sehr weit entwickeltem Lebensstil, sagt Deutsch in seiner Laudatio.

Bei manchen Schülern, die die „Fridays for Future“-Demonstrationen“ besuchen, sind Zweifel erlaubt, ob sie wirklich für den Umweltschutz auf die Straße gehen – oder einfach keine Lust auf die Schule haben. Bei Sonja Ziegler ist das anders – sie vertritt eine klare Haltung und versucht möglichst umweltfreundlich zu leben.

Verzicht auf vieles, das für andere selbstverständlich ist

Daher trägt die Gymnasiastin nur Second-Hand-Kleidung. Wenn es mal neue Kleidung sein muss, dann aus Bio-Baumwolle. Sonja ernährt sich aus Tierliebe vegetarisch, zur Schule fährt sie nur mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen Verkehrsmitteln – ihre Eltern haben ohnehin kein Auto.

Im Haarer Ernst-Mach-Gymnasium, einer durch die internationale Stiftung für Umwelterziehung ausgezeichneten „Umweltschule“, verwendet sie nachhaltige Schulmaterialien. Manchmal bringt die Jugendliche sich zusätzlich mit Vorträgen über die Natur ein.

Diskussionsfreudig in der Schule, stromsparend daheim

Zuhause ist Sonja die Verantwortliche, wenn es um den Stromverbrauch geht: Die 15-Jährige überprüft wer aus der Familie besonders viel Strom verwendet und benutzt – um Energie zu sparen – kein Smartphone. Die Schülerin hat stattdessen ein altes Handy, das sie aber nur selten braucht. Das alles berichtet Edwin Busl aus der Haarer Schulleitung.

Sonja vertrete ihre Meinung sehr standfest nach außen, weiche keiner Diskussion aus und gehe manchmal für ihre Anliegen auch in die Offensive.

Für diesen Einsatz und ihr Engagement lobt ihre Schule die junge Grasbrunnerin: Sie sei ein wertvolles Vorbild für Jung und Alt.  

asp

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