+
Die Angestellten eines Cafés in Haar alarmierten die Polizei, weil ihnen ein Gast verdächtig vorkam.

Versetzter Liebhaber

Mann sitzt jeden Tag in Café, dann rufen Mitarbeiter die Polizei - der Grund macht traurig

  • schließen

Statt einer feschen Dame zum Rendezvous ist eine Zivilstreife zur Personenkontrolle erschienen bei einem Herrn mittleren Alters in einem Café in der Leibstraße in Haar. Und das kam so:

Haar – Der Mann, circa 40 Jahre alt, gepflegtes Erscheinungsbild, die Jeans tief auf den Hüften sitzend, war den Bedienungen verdächtig erschienen.

Am Montag war er zum ersten Mal erschienen, saß stundenlang bis zum Geschäftsschluss im Café, bei Tee und Apfelschorle. Hat ständig sein Handy am Tisch gehabt, es in die Steckdose gestöpselt. Um immer wieder aufzuspringen, Handy in der Hand, rauszulaufen, zu telefonieren. Den Bedienungen kam es auch so vor, als ob er immer wieder den Rossmann und den Schreibwarenladen gegenüber beobachtet hätte.

Bedienungen eines Cafés in Haar erscheint der Typ unheimlich

Und am Mittwoch war er wieder da. Das gleiche Spiel. „Ein bisschen komisch war die Sache schon“, sagt eine Bedienung. „Wir mussten reagieren.“ So hat sie die Polizei angerufen. Die schickte eine Zivilstreife, die sich erst ganz harmlos ins Café gesetzt hat. Und den mysteriösen Herrn in den Blick nahm. Ganz koscher kam er den Beamten auch nicht vor. Aber er war nicht potenzieller Täter, sondern eher bedauernswertes Opfer, wie sich bei der Personenkontrolle herausstellte. Nach einigem Herumdrucksen.

Zivilstreife rückt in Café in Haar an

Die Beamten hatten sich zu dem wartenden Mann gesetzt. Was er denn da jeden Tag mache, erkundigten sich die Polizisten. So richtig rausrücken mit der Sprache wollte der Mann zuerst nicht. Da er aber auch nicht in den Verdacht geraten wollte, eine Straftat begehen zu wollen, erzählte er den Beamten schließlich doch noch seine traurige Geschichte, warum er jeden Tag in dem Café saß: Er ist auf der Suche nach einer Frau und hatte ein Date mit seiner Angebeteten vereinbart. Jeden Tag wartete er wieder auf die Frau, lief aus dem Café rein und raus und versuchte, sie zu erreichen. Doch die Dame kam einfach nicht.

Mitarbeiterin ließ sich nach Dienstschluss abholen

Als sich der Fall aufgeklärt hatte, waren die Bedienungen schon erleichtert. Eine hatte sich am Montag sogar zu Geschäftsschluss abholen lassen, weil ihr der Kunde ein bisschen unheimlich war. Aber leid habe ihr der Mann nicht getan, sagt eine Kollegin. „Ich höre immer auf mein Bauchgefühl. Und ich würde mich nicht mit dem Herrn verabreden“, sagt sie kategorisch.

Lesen Sie auch:

Abgezockt und gedemütigt: So brachte ein Liebes-Betrüger diese kranke Münchnerin um 120.000 Euro

Jedes Jahr nehmen Liebes-Betrüger tausende Menschen im Internet aus. Die perfide Masche: Mit geklauten Fotos und falschen Liebesbekundungen machen so genannte Love-Scammer Jagd auf einsame Herzen und bringen sie um viel Geld. Auch Elisabeth Scholz aus Aubing.

Mann spaziert an Polizeirevier vorbei und wird festgenommen - aus diesem Grund

Ein Ismaninger geht an der örtlichen Polizeidienststelle vorbei. Plötzlich laufen ihm Beamte hinterher und nehmen ihn fest. Das ist der Grund.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Traditionsgeschäft gibt auf
Wieder ein Traditionsgeschäft vor dem Aus: Jahrzehntelang florierte der Schreibwarenladen Plinninger an der Hauptstraße  in Neubiberg. Doch jetzt ist Schluss. Die …
Traditionsgeschäft gibt auf
Mittelstand sucht freie Gewerbeflächen in Unterföhring
Wo kann sich der Mittelstand in Unterföhring weiter entwickeln? Wo gibt es aktuell noch freie Gewerbegrundstücke?
Mittelstand sucht freie Gewerbeflächen in Unterföhring
Ampel gibt Fußgängern in Putzbrunn nur 20 Sekunden
Ausgerechnet an der Hauptkreuzung in Putzbrunn am Rathaus stehen Fußgänger unter Stress.
Ampel gibt Fußgängern in Putzbrunn nur 20 Sekunden
Michael Ritz führt den FDP-Kreisverband
Michael Ritz aus Grünwald ist nun auch offiziell Vorsitzender der Freien Demokraten im Landkreis München.
Michael Ritz führt den FDP-Kreisverband

Kommentare

Quelle-OmaAntwort
(0)(0)

Hüstl... Vielleicht liegt der Vorwand an der Tatsache, dass es sich hier um Haar handelt und dort bekanntlich ein großes Bezirkskrankenhaus mit einer ausgeprägten Psychatrie ist, deren Patienten u.a. auch Freigang haben. Ich habe fast zehn Jahre im Jagdfeld gewohnt und bin mit der S-Bahn täglich zur Arbeit und wieder Heim. Was mir da für Leute über den Weg gelaufen sind... Heute schmunzle ich darüber, damals war es zum Teil nicht so lustig.

HgjaenAntwort
(0)(0)

Mit welchem Recht Sie die Bedienunhg hysterisch nennen, erschliesst sich mir nicht.
Lesen Sie den Artikel bitte nochmals, auch der entsandten Zivilstreife kam der Mann nicht ganz ‚koscher‘ vor. Daraufhin wurden seine Personalien überprüft, welcher Nachteil ist dem Mann dadurch entstanden?

Fefis MuhacklAntwort
(0)(0)

Dann benennen Sie mal das Gesetz oder konkreter den Tatbestand gegen den der Mann verstoßen hat.

Was eine hysterische Bedienung da meint und fühlt ist vollkommen unerheblich.