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Die Gemeinde bietet ein großes Feuerwerk – und bittet die Haarer, auf eigene Raketen zu verzichten.

Laser statt Raketen? Behindertenbeirat wirbt für Alternative zum Feuerwerk

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Silvester ist gerade erst rum, da macht der Behindertenbeirat einen Vorschlag für die nächsten Feierlichkeiten: Statt eines Feuerwerks soll es in Haar eine Lasershow geben.

Haar – Lasershow statt Feuerwerk – das schlägt der Haarer Behindertenbeirat für künftige Silvesterfeiern in der Gemeinde vor; um Mensch und Tier vor der Knallerei und vor Feinstaub zu schützen.

Die Gemeinde Haar ist pyrotechnisch schon ausgesprochen verantwortungsbewusst. Seit Jahren appelliert sie an ihre Bürger, auf eigene Raketen und Böller zu verzichten und lieber beim professionellen Feuerwerk zuzuschauen, das die Gemeinde im Sportpark Eglfing abbrennt. Das gesparte Geld spenden die Haarer im Idealfall der Bürgerstiftung Haar, die damit Menschen in Not aus dem Ort hilft.

Abstand nehmen von der Böllerei

Der Haarer Behindertenbeirat will noch einen Schritt weiter gehen. Er appelliert an die Gemeinde Haar, „mit Rücksicht auf alte und kranke Menschen sowie Kinder in Vorbildfunktion das eigene kostspielige, professionelle Feuerwerk bald durch eine Lasershow zu ersetzen“. Fritz Kerber, Mitglied im Behindertenbeirat, sagt: „Es wäre schön, wenn auch die Haarer Bürger und Institutionen mit Rücksicht auf Umwelt und Mitmenschen von der Böllerei Abstand nehmen könnten.“

Ein Verbot der Knallerei dürften Städte und Gemeinden bislang nicht einfach so beschließen, das ist Fritz Kerber bewusst. Allerdings setze sich jetzt der Berliner Senat dafür ein, die geltende Regelung zu ändern – und zwar deutschlandweit. So wolle Berlin mit einer Bundesratsinitiative erreichen, dass das „private Feuergewerke“ in dicht besiedelten Wohngebieten verboten werden kann. Damit folge der Senat einer Entscheidung des Abgeordnetenhauses und begründe den Vorstoß damit, dass sich Feuerwerkskörper in den letzten Jahren stark verändert hätten. Feuerwerksbatterien beispielsweise, die 100 Schüsse nacheinander abgeben können, zählten bislang nicht zu den beanstandeten Pyro-Artikeln, da sie auch Licht und nicht nur Knallgeräusche erzeugen.

Lesen Sie auch: Zentrales Feuerwerk im Landkreis: Nicht für alle Orte der Knaller

Der Haarer Behindertenbeirat hofft, dass zumindest in Haar beim nächsten Jahreswechsel Laser statt Raketen den Himmel erhellen. Klima- und ohrenfreundlich, ohne Feinstaub und Knallerei.

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