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So soll es mal aussehen: Der Wohnturm an der Münchner Straße mit einem Teil des Ensembles.

CSU stemmt sich gegen Hochhaus an der Münchner Straße

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Die Planung für den 42 Meter hohen Wohnturm an der Münchner Straße 24/ Ecke Jagdfeldring hat auch im Haarer Gemeinderat eine klare Mehrheit gefunden. Die CSU allerdings hat geschlossen dagegen gestimmt. Wie bereits gegen ein erstes Hochhausprojekt vor vier Jahren an selber Stelle, gegen das ein Bürgerentscheid durchgeführt wurde.

Haar– Jetzt unternimmt ein neuer Investor einen zweiten Versuch. Er plant auf den Grundstücken Münchner Straße 24 sowie Hans-Stießberger-Straße 11 und 11a, zusammen 4664 Quadratmeter, insgesamt 123 Wohnungen und neun Läden beziehungsweise anderes Gewerbe. Entworfen hat die Planung das Büro Goergens, Miklautz und Partner, von dem auch die Rahmenplanung für die gesamte Südseite der Münchner Straße (B 304) stammt.

Weiterer Turm am Ortseingang

Die sieht einen weiteren Wohnturm an der Münchner Straße vor, an der Ecke Hans-Pinsel-Straße am Ortseingang von München her kommend, gegenüber dem Acom-Hotel. Außerdem enthält die Rahmenplanung ein großes Einkaufszentrum und weitere Wohnblöcke, alles zusammen rund 1600 Wohnungen.

Der Großteil der Wohnungen im ersten Projekt an der Münchner Straße 24 entsteht nicht im 42 Meter hohen Wohnturm mit seinen 14 Stockwerken, sondern in drei Riegelbauten. Was keine Fraktion wirklich überzeugt, ist der geplante Größenmix: 33 Ein-Zimmerwohnungen, drei mit eineinhalb Zimmern und 56 mit zwei Räumen stehen nur wenige größere Wohnungen gegenüber.

Gemeinde will Anteil an Wohnungen

SPD-Fraktionschef Alexander Zill freut sich schon auf das Hochhaus als städtebaulichen Akzent. „Ich bin sehr gespannt, wie’s aussehen wird.“ „Gelungen“ findet auch Werner Kozlik (Grüne) den Entwurf, und der erklärte Hochhaus-Fan Ton van Lier (FW) sagt: „Das wird eine Bereicherung der Münchner Straße sein.“

Findet die CSU nicht. Die sieht keinerlei Notwendigkeit, an der B 304 baulich in die Höhe zu gehen. Der Fraktion ist die geplante Bebauung zu dicht, zu hoch und es mangle an Grünflächen.

Wichtig ist Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) und dem Gemeinderat, dass bei dem Projekt die Grundzüge der „Sozial gerechten Bodennutzung“ (Sobon) angewendet werden. Das heißt, die Gemeinde bekommt einen noch auszuhandelnden Anteil an Wohnungen, die sie günstig vermieten kann. Dazu sowie zur Übernahme alller Planungs- und Infrastrukturkosten soll sich der Investor in einem städtebaulichen Vertrag verpflichten; ehe ein Bebauungsplan aufgestellt wird. 

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