Spielen in luftiger Höhe: Auf dem Turnhallendach befindet sich ein Pausenhof.
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Spielen in luftiger Höhe: Auf dem Turnhallendach befindet sich ein Pausenhof.

Jagdfeldschule

Die Schule in der Schule: Erweiterungsbau eröffnet

  • Sabina Brosch
    VonSabina Brosch
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Die Jagdfeldschule hat ab sofort noch mehr Platz: Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn ist der Erweiterungsbau eröffnet worden. Wir haben ihn uns angeschaut.

Haar – Pünktlich zum Schulbeginn ist der Erweiterungsbau der Grundschule am Jagdfeldring fertig. Die Schüler dürfen sich nicht nur über mehr Platz, sondern auch über eine moderne Ausstattung, neue Turnhalle, Mensa, Ganztagesschule und Freiflächen auf dem Dach freuen. „Endlich ist sie fertig!“, sagte Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU) bei der offiziellen Einweihung.

Der Standortsuche im Jahr 2012 folgte vier Jahre später die Entscheidung für den von der damaligen Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) und der Ratsmehrheit favorisierten Standort am Jagdfeldring. Nach dem Architektenwettbewerb und dem finalen Gemeinderatsbeschluss startete das Großbauprojekt im November 2018, der Bezug des Gebäudes sollte zwei Jahre später erfolgen. Eindringendes Wasser und ein auf sich warten lassender Fliesenleger wirbelten die Planungen durcheinander und trugen zur Verzögerung der Fertigstellung bei. Nun jedoch durften sich Gemeinderäte, Lehrer und Eltern den „mit viel Liebe zum Detail errichteten Bau“, so Bukowski, freuen.

„Endlich ist sie fertig!“ Zusammen eröffneten (v.l.) Rektorin Carolin Friedl, Bürgermeister Andreas Bukowski, dessen Vorgängerin Gabriele Müller und 3. Bürgermeisterin Katharina Dworzak den Erweiterungsbau.

22 Klassen können ab Schuljahresbeginn in der Grundschule unterrichtet werden, 16 davon im Neubau, dort befinden sich auch die neue Dreifachturnhalle mit Pausenhof auf dem Dach für 350 Schüler sowie die Mensa. Alt- und Neubau sind durch einen Übergang verbunden, wichtig für Schulleiterin Carolin Friedl, die die Schule „als ein Ganzes sieht“. Große Lichtschächte durchziehen die Etagen, die Pausenhalle ist das zentrale Element, an die die Mensa und auch die Bücherei angeschlossen sind. Das „Herz der Schule“ befindet sich in den beiden oberen Etagen, „dort findet der Unterricht statt“, so Architekt Sebastian Blümel. Angelehnt an das Münchner Lernhaus-Prinzip finde eine Vernetzung der Klassen statt, je zwei Jahrgangscluster teilen sich eine Etage mit Lernfluren und teilbaren Gemeinschaftsräumen. „Das ist wie eine Schule in der Schule“, sagte Friedl.

Mit dem 38,8 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau und der damit größten gemeindlichen Investition seit Jahrzehnten habe man zwar die kommunalen Rücklagen geleert, dafür jedoch „erfolgreiches Bildungsfundament in einer Zeit gelegt, in der Lernfähigkeit, Kreativität und das Vertrauen in das eigene Wissen immer wichtiger werden“, betonte Bürgermeister Andreas Bukowski. Mit dem Neubau ist nun zudem genügend Platz für die Ganztagesbetreuung, Schulsozialarbeit, die Mittagsbetreuung des Schulvereins Haar sowie das VHS-Grundschulkolleg. Durch die räumliche Abtrennung hätten die Kinder nicht das Gefühl, den ganzen Schultag in einem einzigen Gebäude verbringen zu müssen, „sondern haben etwas Abwechslung“, erklärte Rektorin Friedl. Noch im Oktober wird die Kinderbibliothek eröffnet, die dank eines separaten Eingangs auch in den Ferien geöffnet sein kann. Auch ein Tag der Offenen Tür ist in Kürze geplant, damit sich die Haarer selbst ein Bild von der neuen Schule machen können.

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