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Bisher ein Acker: Die Fläche nördlich des Sportparks Eglfing,, die der Abgeordnete Ernst Weidenbusch „ausgeguckt“„ hat, wie es Bürgermeisterin Müller ausdrückt.

Schöne Bescherung: Schule wird gut acht Millionen Euro teurer

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Auf diese Bescherung kurz vor Weihnachten hätte der Gemeinderat Haar gerne verzichtet: Die geplante Erweiterung der Grundschule am Jagdfeld von 400 auf 800 Schüler, in einem Neubau mit Dreifachturnhalle und Mensa, wird empfindlich teurer.

Haar– Statt rund 26,8 Millionen Euro, wie in der Machbarkeitsstudie errechnet, liegt die aktuelle Kostenschätzung bei knapp 35 Millionen Euro, mögliche Einsparpotenziale schon berücksichtigt. Angesichts dieser Steigerung und nach einer Intervention des Landtagsabgeordneten Ernst Weidenbusch (CSU) aus Haar hat die CSU-Fraktion im Gemeinderat versucht, den Schulstandort am Jagdfeld doch noch auszuhebeln.

Ernst Weidenbusch habe sie „überraschend“ am Montag im Rathaus besucht, berichtete Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD). Und einen Schulstandort nördlich des Sportparks Eglfing vorgeschlagen, auf einem Grundstück des Bezirks Oberbayern, am Ende der Richard-Reitzner-Allee. Mit Bezirkstagspräsident Josef Mederer habe er schon gesprochen. Schon bei der Bürgerversammlung hatte es einen Vorstoß von Gabriele Dotzel, einer Anwohnerin aus dem Jagdfeld gegeben, die über 500 Unterschriften für einen anderen Schulstandort, nördlich der Bahnlinie, in Eglfing etwa, gesammelt hat.

So versuchte die CSU einen neuen Vorstoß. Fraktionschef Dietrich Keymer stellte den Antrag, die Planung für den Standort im Jagdfeld, den außer der CSU alle mittragen, weiterlaufen zu lassen – aber gleichzeitig solle Bürgermeisterin Müller möglichst schnell mit dem Bezirk über das von Ernst Weidenbusch ins Visier genommene Grundstück verhandeln. Im Idealfall, so schwebt es der CSU vor, sei eine Schule dort trotz Grunderwerb günstiger zu bauen und werde ebenfalls bis zum Herbst 2020 fertig.

Außer der CSU glaubt das aber niemand im Gemeinderat. So wurde der Antrag mit 10:14 Stimmen abgelehnt und mit 14:10 am Standort Jagdfeld festgehalten. Für diesen habe sich die Mehrheit in einem jahrelangen Prozess aus guten Gründen entschieden, betonten Vertreter von SPD, Grünen und FW, und die Gemeindeverwaltung hatte die Standortdebatte noch einmal für die Sitzung aufbereitet. „Wir haben lange diskutiert – und jetzt kommt einer her und will uns helfen!“, sagte Alfons Meindl (SPD). Er fühle sich regelrecht veräppelt, wenn sich eine „externe Person“ in kommunale Angelegenheiten einmische. Mit schönem Gruß an Ernst Weidenbusch, Landtagsabgeordneter, stellvertretender Landrat und Bürger von Haar.

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