Ein Rettungshubschrauber
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Rettungshubschrauber landen künftig direkt an der Neurologischen Klinik. (Symbolbild)

Auf dem kbo-Gelände

Heli-Landeplatz wird verlegt: Das ist der Grund

  • Günter Hiel
    vonGünter Hiel
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Der Landeplatz für Helikopter auf dem Gelände des kbo-Klinikums in Haar wird verlegt. Das hat einen ganz bestimmten Grund.

Haar – Wenn derzeit ein Schlaganfallpatient mit dem Hubschrauber zur Neurologie des kbo-Klinikums in Haar transportiert wird, muss er am Landeplatz erst mühsam samt angeschlossener Geräte in einen Rettungswagen umgeladen und die letzten Meter zu Haus 56 a gefahren werden. Denn der Landeplatz liegt seit den 70er Jahren im hinteren Teil des Klinikgeländes, außerhalb der Forensik (Gebäude Ringstraße 60). Damit diese zusätzliche Belastung für die Patienten sowie der Aufwand für die Klinik künftig nicht mehr nötig ist, soll der Landeplatz direkt an die Neurologische Klinik verlegt werden. Der Bauausschuss hat dem zugestimmt.

Die Neurologische Klinik des kbo-Klinikums nimmt mit der zertifizierten Schlaganfallstation an der Notfallversorgung der Stadt und des Landkreises teil. Patienten mit neurologischer Erkrankung sind die häufigsten Patienten, welche stationär behandelt werden und machen rund ein Viertel aller stationären Patienten aus. Ein weiterer Schwerpunkt der Neurologischen Klinik ist die Behandlung von Patienten zur neurologischen Frührehabilitation. Das sind Patienten, die nach Schlaganfall, Hirnblutung, neurochirurgischen Operationen oder Unfällen schwer betroffen sind und zum Teil noch beatmet und intensivpflichtig sind oder waren.

Landeplatz ist für Tag- und Nachtflugbetrieb vorgesehen

Die Anzahl der Landungen wird sich erwartungsgemäß maximal auf aktuell zehn bis 20 pro Jahr belaufen. Der Hubschrauberlandeplatz wird in den zentralen Bereich dar Neurologie in der Ringstraße 56 verlegt. Die neue Landefläche wird 15 auf 15 Meter groß, der Unterbau aus Asphalt, Beton, Verbundpflaster oder Rasengittersteinen gewährleistet eine Tragfähigkeit von sechs Tonnen. Beim vorgesehenen Standort handelt es sich um eine Grünfläche im zentralen Bereich, nordöstlich des Gebäudes 56. Die Fläche ist Teil der zentralen Parkanlage mit vereinzeltem, niedrigem und jungem Bewuchs – Büsche und kleine Bäume. Nach Rücksprache mit der Klinik werden die acht Bäume am zukünftigen „Lande-H‘s“ nicht beseitigt, sondern umgesetzt. Sieben Bäume müssen gekürzt werden, um den erforderlichen Anflugwinkel herzustellen.

Der Landeplatz ist für den Tag- und Nachtflugbetrieb vorgesehen. Daher ist eine für PIS-Hubschrauber-Landefläche erforderliche Befeuerung zu installieren – sprich Signale. Das Landesamt für Denkmalpflege erhebt keine Einwendungen gegen den Landeplatz. Allerdings erscheine die geplante Befeuerung auf dem Kirchturm – zwei Lampen, eine mit Akku und eine Solarpaneel – durchaus als eine Beeinträchtigung des Baudenkmals. Hier wäre zu fragen, ob die Anflugbefeuerung nicht auf einem anderen Gebäude angebracht werden kann und wie sich der Aufbau für die Hindernisbefeuerung möglichst unauffällig gestalten lässt.

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