1,4 Millionen Euro Defizit

Haar muss Preise für seine Bäder erhöhen

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Haar - Am 1. Januar 2017 werden die Eintrittspreise für die beiden Hallenbäder in Haar um 20 Prozent auf von 2,50 auf drei Euro je Eintrittskarte für Erwachsene erhöht, der Preis für das Freibad steigt um 14 Prozent von 3,50 auf vier Euro. Saisonkarten kosten künftig 75 Euro, bisher 65.

„Obwohl wir 2015 einen sehr heißen Sommer hatten, betrug das Defizit in allen drei Bädern 1,4 Millionen Euro. Das ist 18 Prozent weniger als im Vorjahr 2014, aber immer noch eine Menge. Und da unsere Preise seit dem 1. Mai 2010 stabil waren, ist diese Erhöhung jetzt gerechtfertigt“, sagt Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD).

Nur 21,6 Prozent der Kosten gedeckt

Der Verwaltung sei bewusst, dass Bäder niemals kostendeckend betrieben werden könnten. „Trotzdem müssen wir dies teilweise auffangen. Die Erhöhungen liegen jetzt zwischen 14 und 33 Prozent, das kommt daher, dass wir wegen den Automaten nur in 50 Cent-Schritten erhöhen können“, sagte die Bürgermeisterin. Insgesamt wurden die Kosten der drei Bäder Jagdfeldbad, St.Konrad und Freibad durch die Einnahmen nur zu 21,6 Prozent gedeckt. Das Defizit des Freibads lag bei rund 968 000 Euro, am Jagdfeld bei 198 000 Euro und bei St. Konrad bei 249 000 Euro. Im Jahr 2014 waren es noch 1,7 Millionen und 2013 über 2,8 Millionen, für 2016 liegen noch keine detaillierten Zahlen vor.

Ermäßigungen bleiben erhalten

Ermäßigungen gibt es nach wie vor für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, für Studenten und Schüler bis 28, für Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst oder einem Freiwilligen Sozialen Jahr, für Behinderte, Arbeitslose, Sozialhilfe-Empfänger und Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte. „Am größten ist die Ermäßigung beim Kauf einer Wertkarte, die mit 50 Euro Guthaben kann man für 38 Euro kaufen, die mit 100 Euro Wert für 72 Euro. Wir erwarten uns durch die Preiserhöhungen Mehreinnahmen von 30 000 bis 60 000 Euro im Jahr – das löst nicht das Defizitproblem, aber das Minus steigt auch nicht weiter an“, sagte Müller. Der Gemeinderat folgte ihr einstimmig. 

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