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42 Meter hoch soll der Wohnturm werden.

Projekt an der B304 in Haar

Nach CSU-Vorstoß gegen Hochhaus: Jetzt reagiert der Investor

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Am Dienstagabend fällt die Entscheidung über den Bau des Hochhauses an der B304. Nun hat sich der Investor zu Wort gemeldet, nachdem die CSU versucht, das Projekt noch zu torpedieren.

Haar – Vor der endgültigen Entscheidung am Dienstagabend im Gemeinderat über das große Neubauprojekt samt 42 Meter hohem Wohnturm an der Münchner Straße (B 304) in Haar ist überraschend der Investor an die Öffentlichkeit gegangen. Auslöser ist der Antrag, mit dem die CSU-Fraktion das Projekt doch noch verzögern, wenn nicht verhindern will. Wobei die CSU auf zehn Stimmen kommt, SPD und Grüne, die vor zwei Wochen im Bauausschuss geschlossen für das Projekt gestimmt haben, auf 15.

Die Abwehrfront der CSU aufzulösen, ist eines der Motive des Bauherrn, der KM Wohnbau aus Haar, hinter dem Familie Fischer steht. Gezeichnet hat Andreas Fischer als Bauleitung. Das Schreiben richtet sich an alle CSU-Gemeinderäte – und an die Presse. Und schließt mit der Bitte an die CSU, „Ihren Widerstand hinsichtlich unseres Bauvorhabens, losgelöst von politischen Ambitionen und persönlichen Belangen, zu überdenken und gegebenenfalls sogar den Fraktionszwang zu überwinden“.

Investor: Gebäude werden sich „durch hochwertige und besondere Architektur vom Umfeld abheben“

Vorher stellt die KM Wohnbau das Projekt aus ihrer Sicht noch einmal dar: Es sollen 123 Wohnungen und acht kleine Gewerbeeinheiten entstehen. „Hiervon werden 60 Prozent als Mietwohnungen an den Markt gehen und im Bestand behalten, was zum heutigen Zeitpunkt unter Beachtung der Preisentwicklung eine große Seltenheit darstellt und erheblich den lokalen Wohnungsmarkt entlastet“, schreibt Andreas Fischer. Es werden 16 Sozialwohnungen im Haarer Modell mit einer Wohnfläche von 1247,5 Quadratmeter erstellt, und die Gemeinde bekommt einen Infrastrukturbeitrag in Höhe von 932 000 Euro. Plus eine Bushaltestelle für 30 000 Euro und ein Kunstobjekt – Kunst am Bau – das ins Eigentum der Gemeinde übergeht, für 120 000 Euro. Das geplante Quartier diene als Schallschutzriegel für südlicher liegende Häuser. „All dies bitten wir Sie mit den aktuellen annähernd komplett versiegelten Grundstücken und deren trister Anmutung zu vergleichen. Mithilfe unserer Maßnahme werden die Grünflächen in ökologischer Quali- und Quantität zu einer enormen Aufwertung des gesamten Umfelds führen und ein wohnliches und hochwertiges Geviert bilden“, schreibt Andreas Fischer.

Als Vergleich könne jeder die bisher von KM an der B 304 gebauten Gebäude in Haar heranziehen, die sich „durch eine hochwertige und besondere Architektur vom Umfeld abheben“; etwa die Münchener Straße 9-13, 23 sowie 25. Den Antrag der CSU, die Entscheidung zu vertagen und erst eine vertikale Fassadenbegrünung zu prüfen, lehnen Fischers ab. Selbst wenn es funktioniere, würde es für alle Bewohner massiv die Nebenkosten erhöhen.

Die Sitzung morgen Abend beginnt um 19 Uhr im Rathaus. Jeder Interessierte kann kommen. 

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