Es wird kräftig gebaut in Dachau. Und das bringt Probleme mit sich.
+
Acht neue Wohngebäude könnten entstehen

Auf gut 4500 Quadratmetern

Neues Viertel auf der Finckwiese: Gegenüber sollen auch Wohnungen entstehen

  • Max Wochinger
    VonMax Wochinger
    schließen

Gerade erst ist in Haar das Konzept für einen neuen Ortsteil auf der Finckwiese bekannt geworden. Nun gibt es Wohnbau-Pläne für das Gärtnerei-Gelände auf der anderen Straßenseite.

Haar – In Haar soll weiter gebaut werden: Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Linner, an der Brunnerstraße, sollen 35 neue Wohneinheiten entstehen. Auf gut 4500 Quadratmetern könnten acht Wohngebäude gebaut werden. Der Bauausschuss sprach sich für die Bebauung aus, zustimmen muss nun der Gemeinderat.

Erst vergangene Woche wurden dem Gemeinderat Pläne für ein modernes Mega-Quartier auf dem Areal der Finckwiese vorgestellt. Schräg gegenüber, wo im Moment noch Gewächshäuser stehen, soll die Wohnbebauung in Haar in viel kleinerem Maße voranschreiten.

Gärtnerei an Investor verkauft

Die bisherigen Eigentümer der Fläche, die Familie Linner, möchten den Gärtnereibetrieb nicht weiterführen. Sie verkauften deshalb das Areal an einen Investor. Auf einem Teil des Grundstücks will Familie Linner selbst wohnen bleiben. Deswegen sind für sie eigenständige Gebäude mit eigener Tiefgarage vorgesehen.

Den neuen Eigentümern schwebt eine zwei- und dreigeschossiger Wohnungsbau mit Hofstruktur vor. Ein Teil der Häuser soll moderne, von mehreren Seiten eingerückte Terrassengeschosse bekommen. Der Investor will die Häuser mit Flachdächern bebauen, sie sollen später begrünt werden. Blockheizkraftwerk, Photovoltaik, Förderung des Radverkehrs: Auch nachhaltige Ziele gemäß der Haarer Leitlinien wurden festgehalten.

Kleinere Einheiten und luxuriöse Stadthäuser

In jedem Wohnhof sind Spielplätze vorgesehen. Zudem werden Höfe und Freiflächen „intensiv begrünt angelegt“, heißt es im Bebauungsplan. Die Wohnungen in den Gebäuden sind unterschiedlich aufgeteilt: Ein-Zimmer-Wohnungen bis Fünf-Zimmer-Apartments, kleinere Einheiten bis zu 50 Quadratmetern und luxuriöse Stadthäuser mit mehr als 100 Quadratmetern.

Ein Punkt, der erst später festgelegt wird, ist die sozialgerechte Bodennutzung, kurz SoBoN. Die SoBoN verpflichtet Bauträger und Investoren, sich an Lasten der Gemeinde zu beteiligen. Das können Kosten für Straßen, Kindertagesstätten und Ausgleichsflächen sein. Die Kommunen sollen die Lasten nicht alleine tragen. Zudem müssen Bauträger einen gewissen Teil des neu geschaffenen Baurechts für sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellen.

Baustart noch nicht bekannt

Ob und zu welchem Anteil SoBoN-Wohnungen anfallen, steht also noch nicht fest. Um die Frage zu klären, muss auch überprüft werden, ob das Areal im Innenbereich des Ortsteils liegt. Dazu wurde ein Rechtsanwalt um Stellungnahme gebeten. Seit Fazit: Grundsätzlich sei „davon auszugehen“, dass das betreffende Areal im Innenbereich des Ortsteils liege. Demnach steht einer SoBoN-Regelung nichts im Weg.

Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten am Dienstagabend einstimmig für die vorliegende Planung. Der Gemeinderat muss nun die Einleitung eines Bauplanverfahrens beschließen. Über den möglichen Start der Bauarbeiten hatte das Rathaus keine Kenntnisse.

Weitere Nachrichten aus Haar und dem Landkreis München finden Sie hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare