Jetzt noch verwildert: An der Katharina-Eberhard-Straße sollen schon bald zwei Wohnblöcke mit insgesamt 36 Wohnungen  entstehen. 

Hunderte Menschen stehen auf der Warteliste

In Haar wird der Platz für neue Wohnungen knapp

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Die Gemeinde Haar soll weiterhin maßvoll wachsen, bis zum Jahr 2030 rechnet Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) mit 25 000 Einwohnern, rund 3000 mehr als heute. Für diese neuen Bürger braucht es ebenso wie für die heutigen Haarer mehr Platz. Doch in der Gemeinde wird es langsam eng, für Gewerbe, für Freizeit und für Wohnraum. 

Haar– „Wir müssen also etwas tun, wenn wir weiterhin auf diesem hohen Level mitspielen wollen“, sagt Bürgermeisterin Müller. Damit ein Teil des neuen Wohnraums bezahlbar bleibt, gründete die Gemeinde das „Kommunalunternehmen Wohnungsbau Haar“ (KWH), die ersten Häuser werden nun gebaut.

Die Kommune war in der Vergangenheit nicht untätig auf dem Sektor bezahlbarer Wohnungen: Gemeinsam mit der „Baugesellschaft München-Land“ wurden 228 Wohnungen gebaut, 190 davon besitzt Haar noch selbst, diese sollen in die KWH überführt werden. Im Jahr 2009 führte man das „Haarer Modell“ ein, das 25 Jahre lang günstige Mietpreise garantiert. Doch seither war nichts passiert. Hier kommt die neue KWH ins Spiel: An der Katharina-Eberhard-Straße werden für rund acht Millionen Euro 36 Wohnungen gebaut, in Gronsdorf wird an der Ecke Herzogstand- und Schneiderhofstraße für 5,7 Millionen Euro das erste Soziale-Bodennutzungs-Modell realisiert, hier sollen ab Frühjahr 2018 sogar 110 Wohnungen entstehen. Im neuen Jugendstil-Park entstehen rund 1000 Wohnungen für 2500 Menschen. „Davon haben wir für 90 Wohnungen für 25 Jahre das Belegungsrecht“, erläuterte Müller.

Erstes Projekt der KWH mit günstigem Wohnraum ist der Bau von zwei Riegeln mit 36 Wohnungen an der Katharina-Eberhard-Straße. „Das sind Wohnungen für Singles bis hin für Familien. Für beides haben wir eine große Nachfrage“, berichtete Müller. Vor der konkreten Planung habe man sich intensiv im „Arbeitskreis günstiges Wohnen und Bauen“ verschiedenste Konzepte angehört und auch angesehen. „Das Projekt in München „Wohnen für Alle“, wo über dem Parkplatz des Dante-Bades 100 bezahlbare Wohnungen gebaut wurden, so eine bereits versiegelte Fläche doppelt genutzt wird, das hat uns ganz gut gefallen“, erzählt Müller. Das Ergebnis an der Katharina-Eberhard-Straße sind zwei Wohnungen mehr als ursprünglich geplant. Nun werden 36 Wohnungen im Stil der bereits bestehenden Architektur erstellt. In der Gronsdorfer Herzogstandstraße, gegenüber vom S-Bahnhof, sollen ab Frühjahr 2018 die Bagger für 110 Wohnungen anrollen. „Hier stehen die Quadratmeterzahlen der einzelnen Wohnungen noch nicht fest, wir werden dort auf alle Fälle auch einen Rewe-Markt, eine Gaststätte, eine Kita und einen Versammlungsraum für Vereine bauen“, versprach Müller.

Wie die Bürgermeisterin weiter berichtete, gibt es mittlerweile eine Liste in der Gemeinde, auf der „Hunderte Wohnungssuchende“ stehen: Senioren und Studenten ebenso wie frisch Geschiedene, dazu kommen Kinder, die bei den Eltern raus, aber in Haar bleiben wollen, oder Familien, die mehrere Kinder haben und natürlich die Neu-Zuzüge.

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