Bald wird der Eintritt ins Haarer Freibad teurer.
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Bald wird der Eintritt ins Haarer Freibad teurer.

„Anpassung ist notwendig“

Haarer Freibad und Hallenbäder: Badespaß wird teurer

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Die Eintrittspreise für das Haarer Freibad und die Hallenbäder steigen, das hat der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung beschlossen.

Haar – Jeden Sommer zieht es Familien, Paare oder Senioren in die Becken des Haarer Freibads – und auch die beiden Hallenbäder, das Jagdfeldbad und das Konradbad, sind gut besucht. Vier Euro kostet ein Erwachsenen-Ticket fürs Freibad, drei fürs Hallenbad – bis jetzt. Dass die Eintrittspreise nach Jahren und aufgrund der aktuellen finanziellen Lage der Gemeinde steigen müssen, darin waren sich die Mitglieder des Gemeinderats in der vergangenen Sitzung einig. Wie hoch sie steigen, darüber war sich das Gremium uneins.

„Ich weiß es tut weh, keiner macht das gerne“, sagte Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU). „Wir müssen jedoch in Zeiten von finanzieller Knappheit in jedem Bereich Defizite reduzieren.“ 2019 lag das Defizit der Bäder bei rund 1,6 Millionen Euro. Da in den nächsten Jahren die Kostendeckung über 20 Prozent betragen soll, ist laut Verwaltung eine Preiserhöhung nötig – auch für anfallende Sanierungen. Die Gemeinde schlug vor, den Eintrittspreis für Erwachsene und Ermäßigte jeweils um einen Euro zu erhöhen. Somit könnten 90 000 Euro mehr eingenommen werden.

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neue Wertkarten für alle Bäder

Ab dem 1. Mai fallen außerdem Abendkarten, Punktekarten und Jahreskarten weg. Dafür soll es neue Wertkarten mit einer Erstaufladung von 30 Euro gegen, die für alle drei Bäder anwendbar sind. „Damit gibt es 20 Prozent Rabatt. Der Eintrittspreis zum Beispiel für das Hallenbad liegt dann bei 3,20 Euro statt vier Euro“, erklärte Kämmerer Günter Rudolf. Auch Familienkarten will die Gemeinde anbieten. „Die lohnen sich ab einem Erwachsenen mit drei Kindern.“

Die Grünen begrüßten den Vorschlag der Verwaltung. „Ich sehe, dass eine Anpassung der Preise notwendig ist“, sagte der Fraktionsvorsitzende Mike Seckinger. „Das steht außer Frage.“ Doch eine Preissteigung von bis zu 40 Prozent im Freibad sei einfach zu hoch. „Ist es angemessen die Preise gleich auf zwei Ebenen zu erhöhen?“, fragte er das Gremium. Seckinger schlug vor, den Eintritt statt auf fünf Euro, auf 4,50 Euro zu erhöhen. Damit würde die Gemeinde 32 000 Euro weniger einnehmen. Auch die SPD sprach den sozialen Aspekt an. „Für einige Familien ist der eine Euro Erhöhung zu viel“, sagte Fraktionsvorsitzender Thomas Fäth.

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„Wir machen das ja nicht aus Spaß und Freude“, sagte CSU-Sprecher Dietrich Keymer. Vier Jahre ohne Preiserhöhung seien vielleicht ein Fehler gewesen. „Wir haben keine andere Möglichkeit, als dem Vorschlag der Verwaltung zuzustimmen. Die Bürger wissen sehr gut, wieso wir das machen“, sagte Keymer. Peter Siemsen (FDP) stimmte dem CSU-Fraktionsvorsitzenden zu: „Wir müssen die Finanzlage der Gemeinde im Auge behalten.“ Außerdem sollte man das Angebot für die Bürger aufrechterhalten. „Wir wollen alle nicht, dass die Bäder schließen müssen“, sagte Bürgermeister Bukowski. „Deshalb müssen wir die Entgeltordnung ändern.“

Mit 15 zu 14 Stimmen setzte sich der Vorschlag der Grünen durch. Ab dem 1. Mai kostet der Eintritt in den Hallenbädern und dem Freibad also 4,50 Euro.

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