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In Aktion: Die „Route Rockers“ haben auch einen Song auf der CD.

Großprojekt

Haar rockt: 16 Bands auf einer CD

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Lange haben junge Haarer Musiker davon geträumt, jetzt ist es so weit. „Haar rockt! Vol. 1“ heißt die CD, die Franz Meier-Dini (60) ermöglichte.

Haar – 16 Bands, die alle in den Haarer Jugendzentren „Dino“ und „Route 66“ proben und auch schon bei den „Haar rockt“-Festivals aufgetreten sind, fanden darauf Platz; auch drei Inklusions-Bands.

Musik verbindet

„Wir hatten noch mehr Bands in Haar, aber einige hatten noch keinen perfekten Song, bei ein paar habe ich gesagt, sie sollten lieber noch ein bisschen üben, dann können sie eventuell auf die Volume 2 mit drauf. Andere haben noch nie bei uns gespielt, da bekamen die anderen den Vorzug“, sagt Meier-Dini. Der Sozialpädagoge spielt und spielte nicht nur selbst in diversen Bands, sondern er verfolgt auch seit seinem Start im Jugendzentrum „Route 66“ an der Vockestraße im Jahr 1987 den Ansatz, dass Musik eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist und dass sie verbindet.

Auch drei Inklusions-Bands sind vertreten

Seither bot er nicht nur unzähligen jungen Musikern und Bands eine helfende Hand bei der Technik und Arrangements, vor allem aber bei der Suche nach Proberäumen in den Kellern der Jugendzentren. „Für mich ist es auch ganz wichtig, dass wir körperlich und geistig behinderten Jugendlichen die Möglichkeit geben Musik zu machen, denn die allermeisten haben ein Takt- oder Rhythmus-Gefühl, können oft auch Instrumente ziemlich gut spielen.“ Und so sind neben bekannteren Bands wie „Spitfire“ und „Lester“, die schon eigene CDs haben und fast bundesweit auftreten, auch drei Inklusions-Bands auf „Haar rockt!“: „Route Rockers“, „Blue Dolphins“ und „Nervous Breakdowns“.

Von Punk und Deutschrock bis zu Balladen

Musikalisch reicht die Bandbreite von Deutschrock, Punk, Rock’n’Roll und Pop bis hin zu Balladen und härtestem Death Metall. Einige Songs sind Cover-Versionen, die meisten aber eigene Kompositionen.

Meier-Dini gab jeder der 16 Bands eine Maximallänge für ihren Song vor. Welchen sie nahmen, überließ er den Künstlern selbst. Zwei Bands hatten professionell abgemischtes Material, zwei schickten Live-Aufnahmen, die anderen nahmen ihre Songs im Tonstudio des „Route 66“ auf. „Finanziert haben wir die Produktion mit ein paar Sponsoren, einer Spender-Box beim „Haar rockt“-Auftritt 2019, jede Band hat zudem selbst 25 Euro bezahlt und den Rest gaben die beiden Jugendzentren“, berichtet Meier-Dini.

Die CDs gibt es im Dino und im Route 66

500 Exemplare haben sie pressen lassen, das Cover samt Logo erstellte Betreuerin Tanja aus dem Dino, die Kosten sollten ja möglichst gering bleiben. Jede der 16 Bands erhielt 25 CDs, die restlichen 100 können nun noch gegen eine Spende im Dino oder dem Route 66 abgeholt werden. Franz Meier-Dinis Fazit: „Musikalisch bin ich total zufrieden und unheimlich stolz auf die Jungs und Mädels, das ist richtig tolle Musik und zeigt die große Bandbreite an moderner Pop- und Rock-Musik in Haar.“

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