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Teile der Verwaltung sollen ins alte Maria-Stadler-Haus ziehen, wenn das Seniorenheim seinen neuen Standort eröffnet.

„Ich frage mich schon, was Sie eigentlich in den Sitzungen machen“

CSU will einstimmigen Beschluss kippen, scheitert und zieht Ärger auf sich

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Die CSU will den Umzug der Verwaltung ins alte Maria-Stadler-Haus verhindern. Sie scheitert mit ihrem Antrag und zieht den Groll der anderen Fraktionen auf sich.

Haar – Ende Juni wird das neue Maria-Stadler-Haus an der Vockestraße von 142 Senioren bezogen. Das bisherige Altenheim an der Salmdorfer Straße wird dann umgebaut, ins Erdgeschoss zieht ein Teil der Gemeindeverwaltung, die anderen Stockwerke werden zu 40 bezahlbaren Wohnungen. Die CSU will diesen ursprünglich einstimmigen Beschluss jetzt kippen: Die Verwaltung soll in Häuser an der Bahnhofstraße ziehen. SPD und Grüne lehnten den Antrag ab. „Das haben wir lange und ausführlich diskutiert“, begründete Bürgermeisterin Gabriele Müller.

CSU-Gemeinderat Werner Pfanzelt begründete den Antrag seiner Fraktion damit, dass die Gemeinde die notwendigen 46 Stellplätze in der Salmdorfer Straße nicht nachweisen könne. „Daher wollen wir, dass die Gemeinde ernsthaft prüft, ob die Verwaltung nicht besser in die beiden eigenen Häuser an der Bahnhofstraße 3 und 3a zieht, weil diese nicht genutzt werden und die Entfernung zum Rathaus nur unwesentlich weiter ist als zur Salmdorfer Straße“, sagte Pfanzelt. In der Bahnhofstraße gebe es viele Parkplätze, der Leerstand würde beendet und das alte Maria-Stadler-Haus könne komplett für bezahlbare Wohnzwecke genutzt werden. CSU-Fraktionschef Dietrich Keymer legt nach: Seine Fraktion habe dem Haushalt 2019 zwar zugestimmt, „doch wir haben betont, dass wir die Verwaltungsausgaben, die immer weiter steigen, so nicht akzeptieren“.

Seniorenheim in Haar: CSU sieht „keine Notwendigkeit“ für angedachte Nachnutzung

Bis heute habe seine Fraktion keine Aufstellung erhalten, wie die Verwaltungs-Planung zahlenmäßig für die kommenden Jahre aussehe. „Wir wissen auch nicht, wie viel Platz benötigt wird – daher sehen wir keine Notwendigkeit für einen Umzug der Verwaltung in die Salmdorfer Straße“, sagte Keymer. Aus seiner Sicht könne man die Gebäude in der Bahnhofstraße „mit angemessenem Aufwand“ für die Verwaltung umgestalten.

Bevor sie antwortete, musste Bürgermeisterin Müller musste erst einmal tief Luft holen. „Wir haben dieses Thema mehrfach diskutiert. Die Gebäude in der Bahnhofstraße sind alt, feucht und marode, außerdem viel zu klein für die Verwaltungszwecke – die sind dafür unbrauchbar“, sagte Müller. Außerdem habe man dem Gemeinderat bereits am 3. September 2017 und noch einmal 2018 die detaillierte Planung der Verwaltungsentwicklung mit dem notwendigen Raumangebot präsentiert. „Wenn ich mir dann Ihre Beiträge anhöre, Herr Dr. Keymer, dann frage ich mich schon, was Sie eigentlich in den Gemeinderatssitzungen machen? Wo sind Sie da, dass Sie so etwas behaupten“, erklärte Müller ruhig, aber mit ungewöhnlicher Schärfe. Außerdem sei allen bekannt, dass an der Salmdorfer Straße Stellplätze fehlen. Müller: „Das ändert nichts daran, ob wir da unten die Verwaltung drin haben oder nur Wohnungen.“

Seniorenheim Haar: „Nicht einfach durchdachte Vorschläge abweisen“

Keymer witterte eine Verschwörung. Er habe das Gefühl, dass wann immer die CSU einen Prüfauftrag stelle, der mit eilig zusammengetragenen Unterlagen abgelehnt werde. „So einfach geht das nicht, dass Sie unsere durchdachten Vorschläge immer abweisen. Da sprechen wir im Sinne der Steuerzahler“, sagte Keymer.

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Mike Seckinger (Grüne) widersprach Keymer deutlich. Zum einen seien die beiden Häuser an der Bahnhofstraße nicht leer, sondern würden sinnvoll genutzt. „Und wenn Fachleute aus der Verwaltung sagen, die Häuser sind marode und ungeeignet, müssen wir das wohl alle so akzeptieren. Außerdem fiel der jetzige Entschluss einstimmig, warum sollten wir das alles nochmal prüfen? Das sehe ich nicht ein.“ So auch die Mehrheit des Gemeinderats und lehnte gegen die CSU-Stimmen den Antrag ab.

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bb

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