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Die Klasse 1958: In der vorderen Reihe sitzt (2.v.l.) ein junger Bursch mit frechem Lächeln dem noch immer der Schelm im Nacken saß.

Schelm mit burschikosem Haarschnitt

Erkennen Sie diese Sportlegende auf seinem Klassenfoto?

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Beim Klassentreffen der „75-Jährigen der Haarer Grundschule“ war ein Promi unter den 30 Schulkameraden. Für ein  Weißwurstessen mit den ehemaligen Kameraden würde er sich immer Zeit nehmen, verrät er. 

Haar – Sie waren eine typische Nachkriegsklasse. Bis zu über 40 Kinder waren keine Seltenheit, körperliche Züchtigungen an der Tagesordnung. Die Schulzeit hat sie aber zusammengeschweißt, nicht wenige treffen sich heute noch regelmäßig alle vier Wochen. An diesem Wochenende war es das Wiedersehen der 75-Jährigen.

Nur zwei Frauen beim Klassentreffen

„Wir haben uns nicht weit verstreut“, sagen die Organisatoren Richard Fechter, Vroni Eizenhammer und Heinrich Reitinger. Schwierig sei es, „die Mädels“ zu finden, da komme oft gar keine Antwort auf Briefe oder E-Mails. Und so waren auch nur vier Frauen bei dem diesjährigen Klassentreffen der „75-Jährigen der Haarer Grundschule“ vertreten, die im September 1950 ihren ersten Schultag antraten. Rund 30 waren da, auch ein ganz Prominenter mit Fußball-Legende und Ex-Bayern-Torhüter Sepp Maier. Das Klassenfoto aus dem Jahr 1958 zeigt ihn mit kurzem, burschikosen Haarschnitt in der ersten Reihe.

Ein Weißwurstessen mit seinen ehemaligen Schulkameraden sei es ihm immer wert zu kommen, nach zwei Stunden war er wieder weg. „Der Sepp ist einer von uns“, sagt Fechter. „Schön, wenn er für die Treffen Zeit hat, er ist ja viel unterwegs.“ Da man über „Lumpereien“ während der Schulzeit aber nur spricht, wenn die Beteiligten auch da sind, schweigt man sich über Maiers Scherze aus.

„Er ist einer von uns“: Maier (3.v.l.) mit seinen ehemaligen Klassenkameraden.

Umso genauer erinnern sich die Restlichen sehr genau daran, wie sich die Bestrafungen ihrer Streiche anfühlten und wenn es hieß: „Hände an die Schenkel! Und wusch, hast eine Ohrfeige bekommen.“ Schläge auf die Finger, Holzscheitelknien und eine Watschn mit Einseifen, „das war an der Tagesordnung“, erinnert sich Fechter. „Eh ein Wunder, wie das damals mit den vielen Kindern in einer Klasse geklappt hat. „Fotz’n ohne Ende“, lacht der Jahrgänger Heinz, „die sechste Klasse war besonders schlimm.“ Wenn Lehrer Wilfried Mölle mit seiner heiseren Stimme jedoch Geschichten erzählt hat, etwa aus dem Krieg, dann sei es Mucksmäuschen still in der Klasse gewesen. Das ist es nicht, wenn die Klasse zusammenkommt. Ein kleiner Kreis trifft sich alle vier Wochen zum Ratschen, ansonsten gilt für die „größere Runde“ der 5-Jahres-Turnus. Fechter: „Vielleicht müssen wir die Taktung etwas erhöhen, wir werden ja nicht jünger.“  

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