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„Die Schöpfung bezieht die Tiere mit ein“, sagte Pfarrvikar Stephan Ostrowitzki, als er in Gronsdorf die Haustiere der Kirchgänger im Anschluss an den Gottesdienst segnete.
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Nach dem „Kirchgang“ wurden die Vierbeiner wie Jaxx mit einer Wiener belohnt.
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Exotin: Ziege „Liesl“.
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Exotin: Ziege „Liesl“.

Nach dem Gottesdienst

Kirchgang auf vier Pfoten: Impressionen von der Tiersegnung in Gronsdorf

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Für Gesundheit und längeres Leben ihrer Tiere haben die Halter bei der Tiersegnung in Gronsdorf gebetet. Impressionen vom Kirchgang auf vier Pfoten gibt‘s hier.

Gronsdorf – Es war eine Messe der anderen. Art. Die Gläubigen kamen mit Hund, Katze und Ziege, und keiner der tierischen Kirchgänger scheuten das Weihwasser. Von der Tiersegnung in Gronsdorf wünschten sich die Besitzer Gesundheit und ein langes Leben für ihre Vierbeiner.

Toni (8) hatte mit seiner Ziege Liesl die „Exotin“ an der roten Leine. Das weiß-braun gefleckte Tier hatte jedoch ausschließlich Interesse am mitgebrachten Futter und eigentlich nur eines im Sinn: so schnell wie möglich wieder nach Hause. Die Tiersegnung, die Pfarrvikar Stephan Ostrowitzki im Anschluss an den Gottesdienst auf dem Grün neben der Kirche Heilig Kreuz abhielt, war ihr ziemlich egal, die vielen kläffenden Hunde sehr suspekt.

Völlig entspannt lauschten hingegen Jaxx und Gretl den Kirchenliedern, erst, als das Weihwasser auf ihre Nasen spritzte, wurden sie wieder wach. „Ich wünsche mir, dass die beiden noch lange bei mir sind“, sagte Besitzerin Renée aus Gronsdorf. Gretl sei ja schon über zwölf Jahre, „gesund bleiben soll sie“. Das wünscht sich auch Gabi für ihre beiden hellbraunen „ungarischen Sandflöhe“ Pizzi und Pivi, die sie aus einer Tötungsstation bei Budapest gerettet hat. Typisch Terrier, waren die beiden die lautesten, die die Segnung mit lautem Gebell begleiteten.

„Die Schöpfung bezieht die Tiere, unsere treuen Begleiter und oft des Menschen besseren Freund, mit ein“, betonte Vikar Ostrowitzki. Er habe zwar kein Haustier – „einen Vogel halt wie jeder“ – aber als Kind zu Hause hatte er immer Tiere um sich. Egal ob Haus- oder Nutztier, so Ostrowitzki, sie sind ein Segen für die Menschen, es bestehe zwischen Mensch und Tier ein enger Zusammenhang. Auch die vierzehn Hunde und zwei Katzen, die vorsichtshalber in einem Käfig gesichert waren, „sind für den Himmel bestimmt“.

Labdradoodle Lilu, Schweißhund Bosco, Schäferhund Leika, Pudel Xenia, Spitz Ari und Dackel Afra war das egal, sie hatten Wiener und Weißwürste in den Schnauzen, die nur wenige Meter für das anschließende Frühstück bereit gehalten wurden. Für die meisten Fellnasen hat sich der „Kirchgang“ auf diese Weise gelohnt.

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