Syrische Schüler gehen auf afghanischen Jugendlichen los

Haar - Drei syrische Schüler haben an der Mittelschule in Haar einen 14-jährigen Mitschüler aus Afghanistan verprügelt. 

Wie die Polizei erst jetzt meldet, ist die Auseinandersetzung bereits am Dienstagmorgen vor einer Woche passiert. Was der Auslöser des Streits war, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass der 14-Jährige erst geschubst wurde und seine Angreifer ihm dann mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen und mit den Füßen gegen die Beine getreten haben. Der 14-Jährige wurde dabei leicht verletzt und trug eine Schürfwunde unterhalb des Knies davon. Die Mitschüler sind dem 14-Jährigen namentlich nicht bekannt, es soll sich um syrische Staatsangehörige aus sogenannten Übergangsklassen handeln.

Laut Polizei gebe es immer wieder Konflikte unter jungen Flüchtlingen an Schulen. Grund seien nicht nur interkulturelle Meinungsverschiedenheiten, sondern oft das Unvermögen, sich verbal verständigen zu können. Das wiederum würde zu Missverständnissen und damit auch zum Streit führen. Zudem sei die Hemmschwelle und die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen niedriger, deren Alltag in Kriegsgebieten von Gewalt geprägt war. Die Polizei will dieser Problematik begegnen, indem vermehrt Jugendbeamte in den Schulen präsent sind. Auch die Mittelschule Haar arbeitet eng mit den Jugendbeamten der örtlichen Polizeiinspektion zusammen. 

mm

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