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Neubau samt Sporthalle: So soll die neue Schule aussehen, die neben der bestehenden Jagdfeld-Schule und dem Gymnasium (weiße Quader) gebaut werden soll. Das Dach der Turnhalle soll als zusätzliche Pausenfläche nutzbar sein. 

Haar treibt Schulneubau gegen Widerstände voran

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500 Unterschriften gibt es bereits gegen den Schulneubau im Haarer Jagdfeld. Die Gemeinde lässt sich davon nicht beirren.

Haar – Von den Zuschauerreihen aus hat Gabriele Dotzel (64) am Dienstagabend mitverfolgt, wie der Bauausschuss Haar die Erweiterung der Grundschule am Jagdfeldring weiter vorangebracht hat, mit 9:4 Stimmen, gegen vier Mandatsträger der CSU. Wenn es nach Gabriele Dotzel, ihrem Mann Gerhard (66) und Mitstreitern geht, sollte die Gemeinde diese Planung stoppen und einen neuen Standort für die Schule suchen. Das hat die Rentnerin, die in der Wohnanlage gegenüber der Schule lebt, nach der Sitzung im Zwiegespräch mit Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) bekräftigt. Da hatte der Bauausschuss die Einwände des Ehepaars Dotzel im Genehmigungsverfahren gerade verworfen, ebenfalls gegen die Stimmen der CSU.

Die Gemeinde will die neue Schule, die Platz für weitere 400 Schüler haben soll und voraussichtlich rund 24,3 Millionen Euro kosten wird, im Herbst 2020 in Betrieb nehmen. Um zu wissen, dass Bedarf besteht, reiche ein Blick in die Kindergärten, sagte Bürgermeisterin Müller. Sprich: Eine Verzögerung, gar ein Stopp der Planung sei unverantwortlich. „Wir würden Jahre verlieren“, sagt Ute Dechent, persönliche Referentin der Bürgermeisterin, im Gespräch mit dem Münchner Merkur.Allein bis ein Grundstückskauf abgewickelt sei, könne bis zu einem Jahr dauern. Dazu ein neuer Architektenwettbewerb, Genehmigungsverfahren – das zieht sich. Und in der Zwischenzeit würde es in der bestehenden Jagdfeldschule und der Grundschule St. Konrad extrem eng werden. Vielleicht müssten sogar Klassen in Container ausgelagert werden.

„Dass Haar eine dritte Grundschule braucht, das sieht jeder so,“ sagt Gabriele Dotzel. Aber statt im Jagdfeld zusätzlich zum Ernst-Mach-Gymnasium 800 Grundschüler zu konzentrieren, sei doch ein Standort nördlich der Bahnlinie sinnvoller. Sie habe bislang rund 500 Unterstützer-Unterschriften für ihre Position gesammelt. Die will sie im Rathaus abgeben.

Bürgermeisterin Müller erläuterte im Bauausschuss noch einmal, dass der Gemeinderat die Standortfrage gründlich geprüft und sich dann für den Neubau neben der Jagdfeldschule entschieden habe, gegen die Stimmen der CSU. Eine Erweiterung der Konradschule sei aus Platzgründen nicht möglich, die von Gabriele Dotzel angeführte Finck-Wiese an der Kreuzung B 304/B 471 gehört nicht der Gemeinde und sei eine Vorrangfläche für eine gewerbliche Siedlungsentwicklung. Das Jahngrundstück sei zu klein und von der Verkehrslage extrem ungünstig. Am Marie-Luise-Fleißer-Weg vertragen die Sportflächen keine weitere Nutzung, außerdem sei es optimal für eine Gewerbeansiedlung. Außerdem komme der Großteil der Schüler die nächsten Jahre noch aus dem Haarer Zentrum. Eine Schule nördlich der Bahn sei vielleicht in zehn bis 15 Jahren nötig, wenn Haar dort weiter wachsen sollte. Günter Hiel

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