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An der Ecke Grasbrunner/Wasserburger Straße soll ab März 2018 „BMW Haar“ das autonome Fahren erforschen.

Gelände auf der Finckwiese ist im Gespräch

Haar will BMW-Entwicklungszentrum in die Gemeinde holen

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Haar - Bereits im März 2018 will BMW sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für „Autonomes Fahren“ beziehen. Haar bewirbt sich mit aller Macht darum, dass sich die 2000 Mitarbeiter auf der sogenannten „Finckwiese“, an der Ecke Wasserburger/Grasbrunner Straße, ansiedeln. Die Entscheidung soll schon am 5. Dezember fallen, mit dabei im Boot ist DIBAG Industriebau.

„Aktuell ist das noch ein Maisacker, der der Dibag gehört – aber er ist verkehrstechnisch perfekt angebunden an die Autobahn sowie die beiden Bundesstraßen 304 und 471“, verkündete Bürgermeisterin Gabriele Müller stolz. BMW will ein neues Forschungszentrum für autonomes Fahren aufbauen, 2000 Mitarbeiter sollen dort tätig sein, „alles saubere Werkstätten und nur IT-Worker, keine Produktion, kein Lärm!“, unterstreicht der Dibag-Stadtplaner Sebastian Kuhlen. „Nachdem wir jahrelang immer wieder Anfragen von Möbelhäusern und Baumärkten für dieses Grundstück erhielten, die wir aber nicht wollten, ist das jetzt für uns der perfekte Investor mir Dibag und ideale Kunde mit der BMW AG“, so Müller. „Da wir in Haar seit vielen Jahren sehr gut mit der Gemeinde zusammenarbeiten, etwa bei der Jagdfeldsiedlung, den ehemaligen Neuen Heimat-Häusern, beim Hochhaus oder beim Kino, da stand für uns schnell fest, dass dieses einmalige Filetstück ideal für BMW geeignet ist“, erläuterte Kuhlen. Dibag sei auch seit Jahren ein enger BMW-Partner bei Neubauten, so Kuhlen.

Entscheidung soll am 5. Dezember fallen

„Am 21. September habe ich den Herren von BMW Haar gezeigt, und die waren sehr angetan!“, verrät Müller.  Am 13. Oktober fand das entscheidende Gespräch im Landratsamt statt. Dort wurde signalisiert, dass man Haar bei der sehr raschen Bearbeitung der Pläne und Genehmigungen unterstützen werde. „Das Ziel von BMW ist sehr ambitioniert: Die Entscheidung über den Standort soll am 5. Dezember fallen, Baubeginn soll im Frühjahr 2017 sein und der Einzug im März 2018. Das ist eigentlich in der Zeit kaum zu schaffen – aber wir werden es und gehen dafür auch planerisch ab sofort in Vorleistung. Wir werfen unseren Hut also mit aller Macht in den Ring“, so Müller. Es werden schon jetzt die ersten planungsrechtlichen Voraussetzungen eingeleitet. Dem Gemeinderat wird im November der Bebauungsplan vorgelegt, eine Woche später die Öffentlichkeit detailliert informiert. „Kosten entstehen der Gemeinde für die Planungen keine, wir werden diese alle übernehmen“, betonte Kuhlen. Müller sieht in der Standortfrage eine große Chance für die Gemeinde, ihr Portfolio an Gewerbebetrieben mit einem namhaften Konzern und einem innovativen Entwicklungsbereich zu erweitern. „Auf dem Gelände sind auch Wohnungen für bis zu 2000 Menschen geplant – im Frühjahr 2018 wird aber auch unser Jugendstilpark fertig, also wird es durch BMW keinen Druck auf den Wohnungsmarkt geben, das ist für uns sehr wichtig“, unterstrich die Bürgermeisterin.

Große Hoffnungen

„Das Warten auf den richtigen Investor an der Finckwiese hat sich gelohnt“, lobte Alexander Zill (SPD). Auch für Dietrich Keymer (CSU) ist BMW das perfekte Unternehmen für Haar. „Wie schaffen wir es, dass Haar ein langfristiger BMW-Standort wird?“ Kuhlen antwortete, dass Dibag großes Interesse habe, dass dieses Grundstück sehr langfristig vom gleichen Kunden gemietet werde und auch BMW werde viel Geld investieren, sicher nicht nur für wenige Jahre. „Das autonome Fahren ist die Technik der Zukunft, daher planen wir hier mit zehn plus X Jahren, das ist so üblich.“ Auch Ton van Lier (FW) und Mike Seckinger (Grüne) unterstützen die BMW-Ansiedlung nachdrücklich. „Da kommt eine Menge Arbeit auf uns zu in den kommenden Wochen“, bemerkte Seckinger. „Sollte BMW nicht zu uns ins Boot springen am 5. Dezember – was ich mir aber gar nicht vorstellen kann – dann bleibt alles beim Alten und auf dem Acker wächst 2017 wieder Mais!“

Fakten zum Gelände

Die „Finckwiese“ mit 15,5 Hektar Gesamtfläche gehört der Dibag. Zunächst werden auf 7000 Quadratmetern Werkstätten, Rechenzentrum, Lagerräume, ein Parkhaus mit 1950 Stellplätzen und eine kleine Versuchsfläche (1000 Quadratmeter) gebaut. In einem zweiten Schritt entstehen an der Forsthausstraße Wohnungen, in einem dritten Schritt werden die Werkstätten in Richtung Autobahn erweitert. Die Hauptzufahrt für „BMW Haar“ soll an der Wasserburger Straße sein, die Kreuzung B 304/471 wird mit neuen Fahrspuren deutlich ertüchtigt. Baubeginn soll so früh wie möglich 2017 sein, Einzug im März 2018.

Bert Brosch

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