TSV 1860 München zu Geisterspiel verurteilt

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Fußball ist hart, laut, dreckig, etwas verrucht und emotional: Das will die Band rüberbringen. Beim Video-Dreh im Sportpark Haar: (v.l.) Rapper „Soul Elements“, Robert Miller (Gitarre), Wolf-Christoph Fuss, Daniel Erl aus Haar (Bass), Oswin Ottl (Gitarre) und Andy Lind (Schlagzeug).

Harter Fußballsong

"Holt das Ding!" - Videoclip zur EM im Sportpark Haar gedreht

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Haar - Pünktlich zur Europameisterschaft hat die Münchner Band „The Wolvves“ einen Fußballsong aufgenommen. „Holt das Ding!“ heißt der Titel. Der Video-Clip dazu entstand im Sportpark Haar, und auch am Bass steht ein Haarer: Daniel Erl (44), von Beruf Tonmeister.

Wolff Fuss, bekannt als Fußballkommentator, ist Frontman der Band. Entstanden ist ein Fußballsong, ganz nach dem Geschmack der fünf Herren. Und weil es eben dazugehört, und alle Beteiligten aus der Medienbranche kommen, haben sie auch ein Video-Clip gedreht. Entstanden ist er im Haarer Sportpark. 

Kein Pop-Gesäusel wie sonstige Fußball-Songs

Seit vergangenen Freitag ist der „Einheizer“ nun im Internet veröffentlicht und er verbreitet sich schnell: „Im Digitalvertrieb ist er schon im Laufe des ersten Tags in die Charts eingestiegen“, berichtet Fuss. „Aber das ist zweitrangig“, meint er, „denn an erster Stelle steht der Spaß und dass sich alle Beteiligten in der Musik wiederfinden können.“

Die fünf Männer, vier von ihnen sind professionelle Musiker, kennen sich seit Jahren: Im Münchner Tonstudio „M-Sound-Studios“ nehmen sie die Kommentatorensprüche für die Playstation-Fußballspiele der FIFA-Reihe auf und haben dabei viel Spaß. Der Song entstand aus einer Laune: „Wir haben festgestellt, dass es keinen Fußballsong gibt, den wir persönlich gern hören würden“, sagt Bassist Daniel Erl. 

Mehr von der harten Sorte

Er unterscheidet zwei Typen von Fußballsongs: „Die eher lieblich wie von Xavier Naidoo oder Andreas Bourani, die man nach dem Spiel hört, und die Heißmacher“, von denen es eben keine guten gebe. Die eher rockig veranlagten Bandmitglieder wollten das ändern: „Fußball ist hart, laut, dreckig, etwas verrucht und emotional“, sagt Fuss: „Da dachten wir uns, dann machen wir diese Nummer eben selbst.“ 

Gemeinsam mit den Musikern schrieb er den Deutsch-Englischen-Titel mit Gitarren-Rock und Hip-Hop-Elementen, bei dem einige Passagen der Rapper SouL Elements aus Virginia singt. Bisher wird das Projekt durchaus zwiespältig im Internet kommentiert, und das wundert den Bassisten Daniel Erl gar nicht: „Es ist kein Song für die deutsche Nation, sondern eine absolute Spaßnummer, bei der wir uns überhaupt nicht am Mainstream orientieren wollten“, sagt der 44-jährige Tonmeister aus Haar. „Wir haben dabei auch keine pekuniären Interessen. Wir wollten einen Song machen, den wir selber geil finden und uns amüsieren.“ Und das sei absolut gelungen.

Videodreh im Sportpark Haar

Im Haarer Sportpark entstand dann das Video für „Holt das Ding!“ – mit wenig Budget und wenig Zeit. „In sechs Stunden waren wir fertig“, erzählt Erl: „Es war ein absoluter Guerilla-Shoot mit viel Mut zur Lücke.“ Schöne Frauen in knappen Outfits tanzen für den Clip und liefern gute Bilder: „Wir waren uns einig, dass wir richtige Eye-Catcher brauchten, die die Musik tänzerisch umsetzen.“ Daniel Erl grinst: „Die einzigen, die es wirklich konnten, waren eigentlich diese Tänzerinnen.“

Ordnungsamt und Haarer Bürgermeisterin spielen mit

Das ganze Projekt sei mit glühender Nadel gestrickt worden, erzählt er. Für den nächtlichen Dreh trommelten sie Freunde und Bekannte zusammen. „Wir waren überrascht, wie viele kamen, Kinder, Senioren, ausländische Mitbürger,“ ein Querschnitt durch die Bevölkerung. Auch die Haarer Bürgermeisterin Gabriele Müller machte mit. „Die Kooperation mit der Gemeinde und dem Ordnungsamt war super“, erzählt Erl, auch die Mitarbeiter im Sportpark hätten die Band beim Drehen tatkräftig unterstützt.

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