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Der Spatenstich mit (v.l.) Josef Schartel, Fabian Hitscherich, Katharina Dworzak, Dirk Jankowski, Reimar Pfalz, Horst Blank, Gabriele Müller, Juliane Dworzak, Rainer Stöcker und Sebastian Blümel.  

Jagdfeld-Grundschule in Haar

Startschuss für umstrittenes Bauprojekt

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Die Erweiterung der Jagdfeld-Schule in Haar hat begonnen: Ein Projekt, das für viel Ärger und Aufruhr sorgte. Und das einige für „den größten Schmarrn“ halten.

Haar – Für die CSU ist das Projekt ein „No Go“. Sie will lieber eine neue Schule in Eglfing statt der Erweiterung der Jagdfeld-Grundschule. Doch das umstrittene Großprojekt hat begonnen. Der symbolische erste Spatenstich ist gesetzt.

Davon ist auch die Bürgerinitiative um Gabi Dotzel (65) nicht begeistert. Sie fürchtet ein immens steigendes Verkehrsaufkommen und, dass die Schule für die geplanten 800 Kinder trotz Erweiterung zu eng ist. Mit 600 gesammelten Unterschriften hat es für einen Bürgerentscheid nicht gereicht. „Ich bin von Tür zu Tür zum Unterschriftensammeln gegangen, nur wenige hat es richtig interessiert. Sie hätten ja keine kleinen Kinder, wurde mir oft gesagt“, sagt Dotzel. „Ich weiß, dass es nun vorbei ist und wir nichts mehr tun können, halte es aber für den größten Schmarrn, den es gibt.“

Rektorin begeistert

Ganz anders Rektorin Juliane Dworzak, die vor Glück strahlt. „Ich freue mich so, dass es nun endlich losgeht.“ Denn die 1972 gebaute Schule platzt aus allen Nähten. Es sei ein Drahtseilakt, alle Kinder in Klassen unterzubringen und keinen Unterricht streichen zu müssen. Vor allem die Turnhalle werde dringend gebraucht. Seit eineinhalb Jahren nimmt Dworzak an jeder Sitzung mit den Planern teil. Sie ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Alles wird schön luftig und hell.“ Besonderen Gefallen findet sie am geplanten Grün und am Pausenhof. „Ich sehe uns schon dort oben stehen und über Haar schauen, einfach herrlich.“

Auch Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) findet es richtig, die Jagdfeldschule zu erweitern. „Die Kinder kommen aus der Ortsmitte, im Jagdfeld gibt es gerade einen Generationswechsel.“ Auch die Kita-Anmeldungen sprächen für den Standort. Sie betont erneut: Es würden keine neuen Flächen versiegelt. „Es ist auf jeden Fall ökologisch sinnvoller zu erweitern.“

Neubau in Eglfing hätte mehr Zeit gekostet

Das vor einem Jahr vom stellvertretenden Landrat Ernst Weidenbusch (CSU) ins Gespräch gebrachte Grundstück in Eglfing hätte es nicht umsonst gegeben, die Erschließungskosten dafür wären immens gewesen, sagt Müller. „Da gibt es nämlich noch keine Erschließung. Und es hätte sehr lange gedauert, bis wir hätten beginnen können.“ Wer sich über die Teuerung des Projekts beschwere, müsse wissen, dass bei der ersten Machbarkeitsstudie vieles, wie die Außenanlagen, noch gefehlt hätten. Es handelte sich dabei zudem um Kostenschätzungen, aus denen Schritt für Schritt belastbare Zahlen wurden. Und von der Turnhalle profitiere auch das benachbarte Gymnasium. Den eineinhalb Jahren Planung folgt nun der Bau. Im Herbst 2020 soll das Schuljahr in neuen Räumen beginnen.  

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