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Eine Vision: Die Grafik zeigt, wie die neue Jagdfeldschule aussehen könnte.  

Neubau für 800 Schüler

Jagdfeldschule: Kosten steigen weiter

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Mehr als zehn Millionen Euro teurer wird die neue Jagdfeldschule als ursprünglich gedacht. Die CSU glaubt: Da kommt noch mehr.

Haar – In der Machbarkeitsstudie war noch von 26,8 Millionen Euro die Rede für die Erweiterung in der Grundschule am Jagdfeldring Haar samt Neubau mit Dreifachturnhalle und Mensa. Statt der aktuell 400 sollen dort dann 800 Schüler unterrichtet werden können. Im Dezember 2017 lag die Kostenschätzung dann schon bei knapp 37,2 Millionen Euro. Jetzt im Mai wären es noch einmal 700 000 Euro mehr gewesen. 

Doch dank strikter Einsparungen ließ sich die Kostenschätzung wieder um eine halbe Million auf 37,4 Millionen Euro drücken. CSU-Fraktionschef Dietrich Keymer bleibt aber skeptisch: „Wir sind hier noch längst nicht am Ende des Weges.“ 

Die CSU war von Anfang an gegen den Standort der neuen Schule direkt angeschlossen an den Altbau der Jagdfeldschule und neben dem Ernst-Mach-Gymnasium. 

Die Kostenfrage, so ist zu befürchten, noch nicht. Allein zwischen November 2017 und Februar 2018 ist der Baupreisindex um zwei Prozent gestiegen. Als sie hörten, dass von den geschätzten Kosten über 37,4 Millionen Euro nur 15 Millionen förderfähig sind, mussten einige Ratsmitglieder schlucken. 

SPD-Fraktionschef Alexander Zill verwies darauf, dass Haar eine neue Schule von hoher Qualität baue, ein Lernhaus. Dafür müsse die Gemeinde eben Geld in die Hand nehmen, ganz unabhängig vom Standort. Und vieles komme auch der bestehenden Schule und dem Gymnasium zu Gute, etwa die Sportanlagen.

Mike Seckinger (Grüne) stellte die Grundsatzfrage, ob in einer Hochpreisregion wie München samt Umland die Kosten und Standards überhaupt angemessen seien, die der Freistaat als förderfähig anerkennt. Die Diskrepanz zwischen den geschätzten und den förderfähigen Kosten lasse keinen Rückschluss darauf zu, dass Haar einen besonders teuren Bau hinstelle.

Ein Projektsteuerer des Büros Hitzler Ingenieure erklärte den Gemeinderatsmitgliedern, dass der Zuschuss des Freistaats nie darauf abziele, die Kosten für einen Schulbau weitgehend zu decken. Darauf verwies Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) noch einmal, nachdem die CSU-Fraktion wieder geschlossen gegen das Projekt gestimmt hatte. Die Mehrheit aber trägt das Konzept des Architektenbüros „BSS Bär, Stadelmann und Stöcker“ zur Erweiterung der Grundschule mit. BSS hat auch die Realschule Aschheim geplant.

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