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Sanierungsfall: der Turm der Jesuskirche in Haar. 

Jesuskirche Haar

Am Kirchturm bröckelt's

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Haar - Ein Netz verhindert, dass Klinker vom Turm der Jesuskirche fallen. Er muss dringend saniert werden. Das Dekanat hat Geld freigegeben, doch losgehen kann es noch nicht.

Seit 2013 ziert das Netz das weithin sichtbare Symbol der Kirchengemeinde. Doch um Schmuck handelt es sich nicht. Vielmehr ist das Netz für die Sicherheit unabdingbar. Denn die Klinker lösen sich und drohen herunterzufallen. Und auch auf Kopfhöhe „bröselt es“, sagt Pfarrerin Dagmar Häfner-Becker. Risse sind in den Steinen sichtbar. 

Der Grund: „Wasser saugt sich in die Klinker. Wenn das bei Frost gefriert, platzen die Steine auf und lösen sich“, erläutert die Seelsorgerin, die seit Februar 2014 in Haar wirkt. Heißt: „Der Turm muss komplett renoviert werden.“ 

Derzeit prüfen Gutachter, was zu tun ist, sagt Gabriele März, Pressesprecherin im evangelisch-lutherischen Dekanat München. Konkret geht’s um das Ausmaß der notwendigen Klinker-, Fugen- und Betonsanierung. Eine erste Grobschätzung ermittelte Kosten von rund 200 000 Euro. Die tatsächliche Summe steht erst fest, wenn das Ergebnis des Gutachtens vorliegt. 

Doch die Synode des Dekanats hat bereits in einer Sitzung vor einigen Wochen die Mittel für das Projekt in Haar freigegeben. Rund ein Drittel übernimmt die übergeordnete Stelle. Denn „bei einer erheblichen Gefährdung der baulichen Substanz werden Projekte vorgezogen“, die auf der umfangreichen Liste an Baumaßnahmen in Kirchengemeinden des gesamten Dekanats anstehen. 

„Jetzt müssen wir unsere Hausaufgaben machen“, sagt die Pfarrerin. Die Kirchengemeinde muss ebenfalls rund ein Drittel der Kosten stemmen, das fehlende Drittel steuert die Landeskirche bei. Und in Haar fehlt Geld für die Turmsanierung. „Noch reicht der Anteil nicht.“ 

Wie viel genau fehlt, kann sie nicht sagen. Denn aus dem Etat der Jesuskirche gilt es weitere, dringend fällige Maßnahmen zu finanzieren. Zum Beispiel die Modernisierung der WC im Gemeindehaus. Eines ist bereits nicht mehr nutzbar. Eigentlich muss das gesamte Gebäude dringend saniert werden, doch bei den Toiletten ist der Bedarf besonders groß, sodass dieses Einzelprojekt vorgezogen wird. Erst wenn geklärt ist, wie viel Geld in diese Arbeiten gesteckt werden, wird für den Glockenturm gerechnet. 

Die Pfarrerin hofft, „ganz optimistisch“ mit einem Baustart im Spätherbst oder Winter dieses Jahres. „Das wäre ein tolles Ziel.“ Realistischer sei aber ein Beginn im Frühjahr 2017, „dann wären wir auch sehr zufrieden“. 

Janine Tokarski

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