Kindertagesstätte St. Konrad (links).
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Erweitert und saniert werden soll die Kindertagesstätte St. Konrad (links). Ein Teil des zweiflügligen Gebäudes müsste dafür abgerissen werden.

Sechs Millionen Euro veranschlagt

Kita-Sanierung in Haar zu „erstaunlich hohem Preis“

  • Günter Hiel
    vonGünter Hiel
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Der Gemeinderat Haar sieht eine Sanierung und Erweiterung der katholischen Kindertagesstätte St. Konrad als sinnvoll an – will aber „keinen Blankoscheck ausstellen“, wie es CSU-Fraktionschef Dietrich Keymer ausdrückte. Nach erster Schätzung kämen auf die Gemeinde Kosten von sechs Millionen Euro zu.

Haar – Bei dieser Summe müsse er „schon schlucken“ sagte SPD-Fraktionschef Thomas Späth. Mike Seckinger (Grüne) sprach auch von einem „erstaunlich hohen Preis“, die Kosten müssten geprüft werden; ebenso, wie man gewährleisten könne, dass in der Bauphase der Unterricht an der benachbarten Konrad-Grundschule möglichst wenig belastet wird.

Grundsätzlich benötigt die Gemeinde Haar zusätzliche Kita-Gruppen, das ergibt sich aus geplanten neuen Wohngebieten. Deshalb hat die Verwaltung bereits Standorte untersucht – als die Pfarrei St. Konrad auf die Gemeinde zukam und mitgeteilt hat, dass für die Kindertagesstätte St. Konrad in der Georg-Eisenreich-Straße wichtige Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen anstehen. Die Räume seien auch nicht mehr zeitgemäß, das Landratsamt stelle die Betriebserlaubnis nur noch befristet aus. Bereits jetzt im Oktober soll der Projektstart sein. Die Sanierungsarbeiten könnten im Herbst nächsten Jahres beginnen und binnen eines Jahres abgeschlossen sein; von Herbst 2022 bis August 2024 könnte dann der Neubau errichtet werden.

Teil des Gebäudes müsste abgerissen werden

Die Gemeindeverwaltung sieht den Ausbau dieses Standorts in der Ortsmitte als beste Lösung an, um den Bedarf an weiteren Kindergarten- und Krippenplätzen zu decken; wozu die Gemeinde sich in städtebaulichen Verträgen auch verpflichtet hat. So wie die Bauwerber sich verpflichtet haben, sich an den Folgekosten für die Infrastruktur zu beteiligen, insbesondere bei Schulen und Kitas.

Das Grundstück, auf dem die Kita St. Konrad steht, gehört der Gemeinde. Um dort einen Erweiterungsbau hochzuziehen, müsste ein Teil des zweiflügeligen Gebäudes abgerissen werden. Dann ist Platz für einen Neubau für drei Gruppen plus Bewegungsraum und Nebenräume. Der zweite Flügel der bestehenden Kita mit Platz für vier Gruppen wird saniert. Die Pfarrei St. Konrad möchte laut Gemeinde während der gesamten Bauphase, Sanierung und Neubau, einen viergruppigen Kindergartenbetrieb aufrecht erhalten. Dafür soll die Sanierung in zwei Abschnitten erledigt und danach der neue Trakt gebaut werden. Die Erweiterung schafft zwölf zusätzliche Krippen- und weitere 25 Kindergartenplätze.

Gemeinde trägt zwei Drittel der Kosten

Für Sanierungsvorhaben kirchlicher Träger gilt die Regelung, dass die Gemeinde Haar zwei Drittel der Sanierungskosten trägt, was nach bisheriger grober Kostenschätzung einen Anteil von zwei Millionen Euro ausmachen würde. Die Kosten für die Erweiterung, grob geschätzt vier Millionen Euro, müsste die Gemeinde ganz tragen. Macht zusammen sechs Millionen Euro, abzüglich rund zwei Millionen staatlicher Zuschüsse. Wobei über die Kosten noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

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