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Gabriele Müller kandidiert nochmals für die SPD als Bürgermeisterin.

Kommunalwahl 2020

Müller will Oberhaupt ihrer „Haarer Familie“ bleiben: Bürgermeisterin kandidiert nochmal

  • Günter Hiel
    vonGünter Hiel
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Die Amtsinhaberin will‘s nochmal wissen: Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller kandidiert für die SPD auch 2020. Bei der Nominierung verriet sie, wie sie sich die Gemeinde vorstellt 

Haar – Eine familienfreundliche Gemeinschaft mit solidarischem Zusammenhalt und hoher Lebensqualität auch für Menschen ohne dicken Geldbeutel – so stellt sich Gabriele Müller (59) ihre Gemeinde Haar vor. Vieles sei schon verwirklicht, und am Rest will sie weiter arbeiten. Deshalb hat sich die Bürgermeisterin von ihrer SPD erneut zur Kandidatin für die Kommunalwahl 2020 aufstellen lassen. Mit 34 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung.

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Von „Zamma“ bis „Somma“, dem Kulturfestival mit dem Bezirk Oberbayern im vergangenen Jahr bis zur Neuauflage in Eigenregie ab dem kommenden Sonntag spannte Müller den Bogen. „Was hat ein Straßenfest mit Sozialdemokratie zu tun“, fragte sie und gab die Antwort gleich selbst: Kultur und Teilhabe bei freiem Eintritt; was nur mit großem ehrenamtlichen Einsatz funktioniert, und da sei Haar vorbildlich. Als Sinnbild nannte sie die Aktion „verhülltes Rathaus“, organisiert vom Verein „Hand in Hand in Haar“. Auf der Hülle haben sich dann fast alle Vereine und Organisationen mit einem bunten Handabdruck verewigt. So stellt sich die Bürgermeisterin den Zusammenhalt der Haarer Familie vor.

Bürgermeisterin Müller: Haar muss seine Identität bewahren

Wohnungsnot und hohe Mieten gibt es trotz aller Sommerfeste. Mit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft und dem Instrument der „Sozialgerechten Bodennutzung“ (SOBON) versuche Haar zu helfen. 200 Wohnungen steuert die Gemeinde so an, die sie entweder selbst baut – derzeit 36 an der Katharina-Eberhard-Straße – oder sich über Belegungsrechte beispielsweise im Neubaugebiet Jugendstilpark und im geplanten Hochhaus an der Münchner Straße sichert.

Sommerlich in den Wahlkampf: Gabriele Müller (l.) mit Barbara Lösch,Vize-Vorsitzende der Haarer SPD.

Womit Müller beim Thema Ortsentwicklung war. Innerorts verdichten und die Ladenvielfalt im Ortskern erhalten statt Siedlungsbrei auf der grünen Wiese – das ist die Linie der SPD. Die möchte Gabriele Müller als Bürgermeisterin weiterführen und Haar seine Identität bewahren, sagte sie. Bei anderen Gemeinden sieht sie dagegen eine Entwicklung zur Beliebigkeit. Wichtiger Punkt ist auch die Verkehrsbelastung. Die Gemeinde erarbeitet gerade ein Mobilitätskonzept, mit Bürgerbeteiligung. Und die Verlegung der B 471 an die Autobahn fordert Müller regelmäßig. Damit die alte Trasse durch den Ort anders genutzt werden kann und die Anwohner entlastet werden.

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Die CSU stellt am 5. Juli ihren Bürgermeisterkandidaten auf. Andreas Bukowski, CSU-Ortsvorsitzender und an der Spitze des wiederbelebten Gewerbeverbandes, wird wohl Gabriele Müllers Herausforderer. Spannend wird, ob die Grünen in den Konkurrenzkampf einsteigen. Der Ortsverband hat am 11. Juli seine Jahresversammlung.

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