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Die verurteilte Mörderin Gabriele P.

Ex-Freund in Stücke gesägt

Frau tötete ihren Ex mit Kreissäge - jetzt heiratet sie den Mord-Komplizen

Er war der Komplize eines grausigen Verbrechens: Seiner Freundin Gabi P. (33) hatte Christian K. (36) geholfen, in Haar eine Leiche zu beseitigen.

Haar Obwohl sie ihm gestand, dass sie ihren-Ex-Freund mit der Kreissäge getötet hatte, half er ihr und ging nicht zur Polizei – sondern später ins Gefängnis. „Ich tat es aus Liebe“, gestand K. vor dem Amtsgericht. Dort wurde er Anfang September 2016 wegen Strafvereitelung verurteilt: zwei Jahre und acht Monate Haft. Doch nach tz-Informationen kommt der Komplize vor Jahresende wieder frei – und will seine Gabi dann heiraten!

Das ermöglicht unser Strafvollzugsgesetz: Laut Paragraf 57 kann die Haftstrafe in Bayern nach zwei Dritteln der verbüßten Zeit zur Bewährung ausgesetzt werden. In den allermeisten Fällen wird so verfahren; vorausgesetzt, der Täter stellt keine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Als freier Mann darf Christian K. bald nach München zurück. Rechtsanwältin Birgit Schwerdt bestätigt: „Die beiden wollen zusammen bleiben.“ Sie hatte Gabi P. verteidigt und ein Mordurteil spektakulär abwenden können. Letztlich wurde die Täterin nur wegen Totschlags zu zwölfeinhalb Jahren verurteilt. Die Haft verbüßt Gabi P. in der Justizvollzugsanstalt Aichach.

Nach tz-Informationen kommt der Killer-Komplize vor Jahresende frei - und will die Mörderin dann heiraten.

Standesamtliche Trauung im Gefängnis

„Standesamtliche Hochzeiten sind bei uns möglich“, sagt Knast-Chef Konrad Meier. Die Trauungen finden im Besucherraum statt und werden von einem Standesbeamten durchgeführt. Einzige Bedingung: Häftlinge müssen die geplante Hochzeit vorher beantragen.

Die sterblichen Überreste des Opfers werden vom Haus in der Zunftstraße in Haar weggetragen. Gabriele P. hatte ihren damaligen Freund mit einer Kreissäge getötet und zerstückelt. Ihr Komplize will sie jetzt heiraten. 

„Seitdem ihr Urteil rechtskräftig ist, schaut sie wieder positiv nach vorne. Sie plant ihre Zukunft, auch mit ihrem Verlobten zusammen“, sagt Anwältin Schwerdt über Gabi P., die hinter Gitter wieder studieren will. Und ihre Hochzeit vorbereitet. „Auch der Strafprozess konnte die beiden nicht auseinander bringen“, sagt Rechtsanwalt Michael Adams, der Christian K. vertreten hatte. „Zwischen ihnen besteht eine tiefe Bindung, die auch zur Tat geführt hatte.“ Für seine Gabi beging Christian K. ein Verbrechen – doch er selbst hatte es unabsichtlich mit aufgeklärt. Jahre, nachdem er die Leiche vergraben hatte, erzählte er Freunden im Rausch: „Wir sind Mörder.“ So kam die Polizei dem Paar auf die Spur. Doch schon vor Gericht kündigte Christian K. an: „Gabi und mich wird nichts mehr trennen.“

 Andreas Thieme

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