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Gerold Otten von der AfD.

Bundestagswahl

Nach Absage der Podiumsdiskussion: Jetzt äußert sich AfD-Kandidat Otten

  • Doris Richter
    VonDoris Richter
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Grüne, SPD und Linke haben ihre Teilnahme an einer Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl abgesagt, weil auch AfD-Kandidat Gerold Otten eingeladen worden war. Nun äußert der sich.

Haar/Landkreis – Die Absage der Podiumsdiskussion der VHS Haar mit den Bundestagskandidaten des Landkreises, die für Mittwoch geplant war, sorgt für Diskussionen. Wie berichtet hatten Grüne, SPD und die Linke ihre Teilnahme abgesagt, nachdem sie erfahren hatten, dass auch Gerold Otten (AfD) eingeladen worden war. Die AfD gehöre nicht zum Spektrum der demokratischen Parteien und stehe nicht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, hieß es in der Begründung.

Jetzt meldete sich Gerold Otten zu Wort: „Die anderen Parteien reden ständig davon, die AfD mit Argumenten ,stellen’ zu wollen, aber wenn sich die Gelegenheit bietet, meiden sie die öffentliche Auseinandersetzung“, teilte er in einer Presseerklärung am Montag mit. Dieses Verhalten sei ihm bereits bestens aus dem Bundestag bekannt sei. „Auch dort gehen sie der parlamentarischen Auseinandersetzung aus dem Weg, indem jeder Antrag der AfD von allen anderen Parteien abgelehnt wird.“

Florian Hahn (CSU) und Axel Schmidt (FDP) kritisierten die Absage, hätten sich der Diskussion gerne gestellt. „In diesem Rahmen eine Bühne mit der AfD zu teilen, würde bedeuten, deren undemokratischen, gefährlichen und oft menschenverachtenden Ansichten Legitimität zu verleihen“, teilte indes Korbinian Rüger (SPD) mit. Toni Hofreiter (Grüne) schreibt: „Wir sind nicht bereit, uns daran zu beteiligen, den Feinden der Demokratie und den Verursachern von Hass und Hetze eine Plattform zu bieten.“ Und Katinka Burz (Linke) glaubt: „Der Ideologie dieser Demokratiefeinde ist mit Argumenten nicht beizukommen.

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