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Meist dirigiert Winfried Grabe das Ensemble Haar, beim Sommerkonzert brillierte er als Solist (vorne). Am Dirigentenpult Joseph Bastian.

Mit neuem Dirigenten

Meisterhaftes Sommerkonzert des Ensemble Haar

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Haar – Beeindruckend und meisterlich war das Sommerkonzert des Ensembles Haar, ein fulminantes Konzert, das vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt wurde. Erstmals am Dirigentenpult stand ein verschwitzter und glücklicher Joseph Bastian. Eine gelungene Premiere.

Die Ouvertüre ist bekanntlich das Hors d’oeuvre einer Oper, mit der des „Barbiers von Sevilla“ von Gioacchino Rossini servierte das Ensemble einen wahren Appetitmacher auf das weitere Programm mit Felix Mendelssohn-Bartholdy und Ludwig van Beethoven. Man hörte das Schelten des alten, verliebten und eifersüchtigen Vormunds Dr. Barolo ebenso heraus wie die Klagen des Mündels Rosina. Gute sieben wundervolle italienische Minuten „vertonten“ die Musiker, wie sich die Leidenschaft aufschwingt und das Komödiengewitter der nachfolgenden Oper ankündigen. 

Winfried Grabe beeindruckt als Solist

Das nachfolgende e-moll Violinkonzert von Felix Mendelssohn-Bartholdy gehört zu dessen populärsten Werken, seinem Anspruch, der Beginn der großen romantischen Violinkonzerte zu sein, wurde Winfried Grabe mit seinem überaus gefühlvollen Spiel bestens gerecht. Er griff die schwärmerische Linie von Mendelssohns Hauptthema auf, Dirigent Joseph Bastian verstand es, das schwirrende Hauptthema von Grabes Violine munter und lebhaft in das Orchester und wieder zurück wandern zu lassen. 

Blindes Verständnis

Grabes Virtuosität und bedingungslose Leidenschaft sowie Hingabe zu seinem Instrument war in feurigen Soli deutlich zu hören. Dass er als Dirigent das Ensemble bereits seit 20 Jahren leitet, war der Garant für ein annähernd blindes Verständnis zwischen Orchester und Solist, das gerade im Schluss zu einem ausdrucksvollen Ganzen verschmolz. Auffällig waren die unglaublich klangliche Fülle des Orchesters bei Beethovens A-Dur Symphonie, die Brillanz und auch hohe Fertigkeit. Die Umsetzung des Themas in den Flöten setzte Bastian tänzerisch leicht zu den rhythmischen Aktzenten der Streicher. Das Ensemble Haar bot einen Beethoven in „Breitwandcolor“!

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