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„Gehen von Mord aus“: Tötungsdelikt in Klinik bei München - Polizei nennt grausame Details

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Von: Phillip Plesch, Franziska Konrad, Max Wochinger

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Polizei in Haar
Ermittler der Polizei vor dem Isar-Amper-Klinikum in Haar. © Wochinger

Im Isar-Amper-Klinikum in Haar (Landkreis München) wurde am Dienstag eine Frau getötet. Die Polizei hat nun weitere Details zur Tat genannt.

Update vom 1. Juni, 16.20 Uhr: Einen Tag nach dem Drama in der Psychiatrie hat die Polizei weitere Details der grausamen Tat bekannt gegeben. Im Isar-Amper-Klinikum in Haar war am Dienstagvormittag eine 40-Jährige getötet worden. Als tatverdächtig gilt eine 32-jährige Person aus Brasilien. „Derzeit gehen wir von Mord aus“, sagt Juliane Grotz, stellvertretende Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft München I. Ausschlaggebend dafür sei, dass die Tat besonders grausam gewesen sei.

Nach ersten Ermittlungen der Mordkommission hatte die Tatverdächtige mit einer Eisenstange auf die 40-Jährige eingeschlagen. Anschließend hatte sie Kleidungsstücke und zwei Matratzen auf den Körper gelegt und den Haufen angezündet. Die Leiche war erst beim Aufräumen nach den Löscharbeiten entdeckt worden.

Jetzt ist nach Recherchen des Münchner Merkur bekannt geworden, dass sich die Klinik über die Warnung der Polizei und des Gesundheitsreferats hinwegsetzte.

Tötungsdelikt in Klinik nahe München: Hintergründe der Tat weiter ungeklärt

Bei der Getöteten handelt es sich um eine Ungarin, die schon länger in München wohnt. Zur tatverdächtigen Person sagt Stephan Beer, Leiter der Mordkommission: „Vom Geschlecht her ist sie männlich, vom Erscheinungsbild weiblich und gibt selbst an, dem Geschlecht divers zugeordnet zu werden.“ Sie sei bereits achtmal polizeilich in Erscheinung getreten, davon viermal wegen Körperverletzung.

Zu den Hintergründen der Tat konnte die Polizei am Mittwoch noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen laufen. Die Staatsanwaltschaft München I beantragte für die 32-Jährige einen Unterbringungsbefehl.

Update vom 31. Mai, 17.16 Uhr: Eine 40-jährige Patientin wurde am Dienstagvormittag im psychiatrischen Klinikum in Haar offenbar getötet und angezündet. Eine 32-jährige Person soll die Tat begangen haben.

Erste Ermittlungen der Polizei sollen zeigen: Die 40-Jährige aus München wurde durch „stumpfe Gewalteinwirkung“ getötet. Ob das Feuer vor oder erst nach der Tat gelegt wurde, ist bisher nicht bekannt.

Tötungsdelikt im Landkreis München: Polizei nimmt tatverdächtige Person in Klinik fest

Als tatverdächtig gilt eine 32-jährige Person – auch sie war auf der Station untergebracht. Nähere Angaben dazu machte das Präsidium nicht. Beamte konnten sie in einem der Zimmer der geschlossenen Einrichtung festnehmen. Sie wurde erst am Montag von Polizisten ins Krankenhaus nach Haar eingeliefert, laut Sprecher Marc Aigner wurde sie in der Münchner Altstadt in einer „psychischen Ausnahmesituation“ aufgegriffen. Von der Person sei eine Gefahr für sich selbst und Mitmenschen ausgegangen, so das Präsidium.

Wieso hatte die tatverdächtige Person trotz der Gefährdung Kontakt mit anderen Patienten in der geschlossenen Einrichtung? Das kbo-Klinikum und der Träger, der Bezirk Oberbayern, machten dazu keine Angaben. Sie verwiesen auf das Polizeipräsidium. Das teilte mit, dass die Türen innerhalb der geschlossenen Einrichtung wohl offen standen. Das Kommissariat 11 und 13 ermitteln nun, auch Vertreter der Gerichtsmedizin waren am Dienstag in Haar.

Update vom 31. Mai, 13.30 Uhr: Inzwischen sind weitere Infos zu dem Tötungsdelikt in Haar bekannt. Wie die Polizei München berichtet, wurde der Feuerwehr bereits um 10.15 Uhr ein Brand im Isar-Amper-Klinikum gemeldet. Wie ein Reporter vom Münchner Merkur vor Ort berichtet, konnte das Feuer relativ schnell gelöscht werden. Bei dem Einsatz wurde ein weiblicher Leichnam entdeckt. Hierbei handelt es sich um eine 40-jährige Frau mit Wohnsitz in München.

Tötungsdelikt in Haar: Tatverdächtige Person von Polizei in Klinik eingeliefert

Tatverdächtig ist eine 32-jährige Person. Nach einer psychischen Ausnahmesituation in der Münchner Altstadt, wurde diese von der Polizei am Montag, 30. Mai, in die geschlossene Abteilung der Einrichtung eingeliefert.

Dort kam es dann zum Zusammentreffen mit dem 40-jährigen Opfer. Ersten Ermittlungen zufolge wurde die Frau in einem Patientenzimmer von der tatverdächtigen Person durch stumpfe Gewalteinwirkung getötet. Außerdem setzte die tatverdächtige Person den Raum in Brand.

Die Polizei ist weiter vor Ort in Haar im Einsatz. Die Ermittlungen der Kripo laufen.

Erste Ende Januar war auf dem kbo-Gelände der verweste Körper einer 62-jährigen Münchnerin gefunden worden. Ein 75-jähriger Sexualstraftäter soll sie damals getötet haben.  „Niemand muss bei uns Angst haben“, sagte nach der Tat Peter Brieger, ärztlicher Direktor am Isar-Amper-Klinikum.

Tötungsdelikt im Isar-Amper-Klinikum: Polizei bestätigt tote Frau

Erstmeldung vom 31. Mai, 13.11 Uhr: Haar - Ersten Anzeichen nach kam es im Landkreis München am Dienstag, 31. Mai, zu einem Tötungsdelikt. Wie die Polizei München mitteilt, soll im Isar-Amper-Klinikum eine 40-jährige Frau getötet worden sein. Anschließend brach in einem Patientenzimmer wohl Feuer aus.

Tatverdächtig ist laut den Beamten eine 32-jährige Person, die ebenfalls dort behandelt wird. (kof) Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis München finden Sie auf Merkur.de/Landkreis München.

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