Ausbau

142 neue Pflegeplätze im Maria-Stadler-Haus

Haar – 142 neue Pflegeplätze sollen voraussichtlich ab Herbst im Maria-Stadler-Haus in Haar zur Verfügung stehen. Der Landkreis stimmt der Erweiterung des Seniorenheims an der Salmdorfer Straße zu.

Das 1987 eröffnete, von 101 Senioren bewohnte Seniorenzentrum soll nach Fertigstellung des Neubaus modernisiert werden. Die Bewohner ziehen während dieser Zeit in den neuen Bereich um. Die 142 neuen Plätze in dem Erweiterungsbau dienen der vollstationären Pflege. Der Landkreis wird seinen auf 2,9 Millionen Euro taxierten Anteil an den Kosten übernehmen. Einer entsprechenden Empfehlung des Landratsamts stimmten die Kreisräte aller Fraktionen einstimmig zu. Es wird erwartet, dass der letzendlich zuständige Kreistag den Beschluss aus dem Sozialausschuss am 18. Juli dieses Jahres bestätigen wird.

Die Gesamtkosten für den neuen Pflegebereich belaufen sich auf 23,3 Millionen Euro. 126 der 142 geplanten Pflegeplätze sollen als Einzelappartements bereit gestellt werden. 16 Senioren würden in Zweibettzimmern untergebracht.

Landkreis zahlt 2,9 Millionen Euro

Die Aufteilung dokumentiert die neuen Anforderungen an Pflegeheime. Abgesehen davon, dass Menschen bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden bleiben möchten, bestehen Senioren in Pflegeheimen auf einem Mindestmaß an Eigenständigkeit. Landrat Christoph Göbel (CSU) bestätigte die Entwicklung mit eigenen Beobachtungen aus den zurückliegenden Jahren: Die betreffenden Personen seien typischerweise alleinstehend. Daher würden vornehmlich Einzelzimmer nachgefragt. 

Was die Erweiterung des Hauses betrifft, äußerte Göbel sich zuversichtlich: Durch den Neubau würde das Niveau des Seniorenzentrums in Haar gesteigert, was sich positiv auf den Wettbewerb im Kreis auswirken dürfte. „Das ist erklärter Wille des Landkreises.“

Die als Träger der Einrichtung fungierende „Maria-Stadler-Haus gemeinnützige GmbH“ hat sich auf die neuen Ansprüche an ein Pflegezentrum eingestellt. Die Senioren leben in Wohngruppen, jeweils zwei im Erdgeschoss und den drei Obergeschossen. Zu jeder Wohngruppe gehört eine Küche. Auf Wunsch werden Appartements zusätzlich mit Mini-Küchen ausgestattet. Jede Etage verfügt über ein Pflegebad. Durch Licht- und Farbgestaltung soll das „Wohlbefinden der Bewohner“ in dem Bad gefördert werden. Andreas Sachse 

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