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Mit positivem Blick will Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller auf die kommenden Monate schauen. Beim Neujahrsempfang im Pfarrsaal St. Bonifatius stimmt sie darauf ein.

Optimismus beim Neujahrsempfang Haar

Das Gute wird gewinnen

Haar - Das Gute gewinnt: Daran glaubt Haars Pfarrer fest - "auch wenn es etwas länger dauert"...

„Sie sind heute meine Gäste, weil Sie das Klima in Haar ausmachen - weil Sie sich für Mitmenschen engagieren", begrüßte Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) fast 200 Bürger zum Neujahrsempfang im Pfarrsaal St. Bonifatius. 

Hausherr Pfarrer Markus Bittner verwies darauf, „dass wir trotz der vielen negativen Erfahrungen, die wir alle 2015 mit den vielen Terroranschlägen in Europa gemacht haben, immer daran glauben müssen: Das Gute gewinnt - auch wenn es manchmal etwas länger dauert.“

Müller sagte, trotz aller Krisen in der Welt habe man in Deutschland, im Landkreis und auch in Haar die Flüchtlinge willkommen geheißen: Tennishallen in Keferloh, leerstehende Gewerbeflächen in Aschheim, Sporthallen im ganzen Kreis wurden rasch in Notunterkünfte umgewandelt. „In Haar füllte ein Spendenaufruf in wenigen Stunden eine ganze Halle mit Kleidung. Bis heute ist die Hilfsbereitschaft ungebrochen“, sagte sie. Das Thema „Flüchtlinge“ polarisiere aber auch, speziell nach den Vorkommnissen in Köln. „Ich hoffe, dass die jahrelangen Rufe unseres SPD-Landtagsabgeordneten Peter Paul Gantzer nach mehr Personal für die Polizei endlich mehr Gehör finden.“ Haar müsse in diesem Jahr 540 Flüchtlinge aufnehmen, davon sei man derzeit weit entfernt. Allerdings würde die Traglufthalle für 300 Menschen, die ab März bezugsfertig sein soll, für viel Entlastung sorgen.

Mit zwei jungen Syrern konnte die Stadt zwei Bäderfachkräfte einstellen, zudem komme dank der Flüchtlinge der so lange vernachlässigte soziale Wohnungsbau in Schwung. „Hier darf es kein Rennen ‚arm gegen arm‘ geben. Wir müssen auch als Kommune etwas tun und bringen gerade ein Finanzierungsmodell auf den Weg - am liebsten will ich möglichst viele Wohnungen in gemeindlicher Hand halten, nur so haben wir Einfluss auf die Mietpreisgestaltung und Belegung“, sagte Müller.

Ebenso wichtig sei das Thema Bildung: Grundschulangebote erweitern mit Ganztagesklassen und Mittagsbetreuung, der Bau der Turnhalle und natürlich der Bau des Schul-Campus samt Realschule sind wichtige Themen in den kommenden Monaten.

Wichtig für Müller zudem ist die E-Mobilität, hier gibt die Gemeinde einen Zuschuss für zwei Elektroautos der Nachbarschaftshilfe, kaufte selbst eines für den Bauhof und startet demnächst den Seniorenfahrdienst mit einem elektrischen Fahrzeug. „Für wenig Geld können sich Senioren zum Einkaufen oder Arzt fahren lassen.“

Abschließend dankte Bürgermeisterin Müller ihren geladenen Gästen, engagierte Ehrenamtliche aus sehr vielen Bereichen de Gemeindelebens: „Seien Sie besonnen, bleiben Sie aktiv und Ihren humanistischen Idealen verbunden - ich werde auch in Zukunft auf Sie angewiesen sein.“ 

bb

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