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Hochhäuser ja oder nein? Diese Frage hat Haar schon einmal gespalten. 

Pläne für Quartiere an der B304 in Haar

Heiße Hochhaus-Debatte

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Hochhaus-Freunde und -Gegner treffen im Oktober in Haar wieder aufeinander: Es geht um Pläne für die Quartiere südlich der B304.

Haar – Die Haarer Hochhaus-Gegner haben sich den 11. Oktober wahrscheinlich schon rot im Kalender markiert. An diesem Abend wird die Gemeinde Haar bei einer Bürgerversammlung eine Rahmenplanung für die Quartiere südlich der Wasserburger Straße (B 304) vorstellen, von der Grenze zur Stadt München bis zur Vockestraße (B 471). Dem Vernehmen nach soll wieder ein Wohnturm vorgesehen sein auf dem Grundstück Münchner Straße 24, dem ehemalige Quinz-Gelände, auf dem derzeit Arbeiter einquartiert sind.

Ein hochsensibles Thema, um es vorsichtig auszudrücken. Im Juli und November 2014 waren die Befürworter und Gegner von Hochhäusern in Haar in zwei Bürgerentscheiden gescheitert. Weder die CSU und die Initiative „Mia san Haar“ auf der einen Seite, noch SPD, Freie Wähler und Grüne auf der anderen Seite erhielten genügend Stimmen für ihre Ideen. Damit war die Abstimmung ungültig.

Erstere wollten, dass in Haar nur Gebäude mit einer Höhe von unter 20 Metern gebaut werden dürfen. SPD, Grüne und Freie plädierten für „städtebauliche Vielfalt“ ohne Höhenbegrenzung. Konkret lag damals ein Antrag für einen Wohnturm von 46 Metern Höhe an der Wasserburger Straße Ecke Jagdfeldring vor.

Im Vorfeld der beiden Abstimmungen 2014 hatte es heftige Attacken gegeben; im Gemeinderat, bei Podiumsdiskussionen und unter den Bürgern. Tiefe Gräben entstanden, die bis heute nicht zugeschüttet sind. Die Abstimmung hatte sogar wiederholt werden müssen, weil in den Wahllokalen Informationsblätter der Gemeinde auslagen, was die Hochhaus-Gegner als unzulässigen Versuch werteten, die Wahl zu beeinflussen. Das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde sah das genauso.

Diesmal will die Gemeinde einen groß angelegten städtebaulichen Rahmenplan – und die Haarer frühzeitig einbeziehen. Die Bürgerversammlung am Mittwoch, 11. Oktober, dient neben der Information auch zur Ideensammlung. Die Vorschläge sollen dann in Workshops ausgearbeitet und dem Gemeinderat wieder vorlegt werden. Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) will ihre Ankündigung aus dem Sommer 2014 offensichtlich wahr machen: „Wir müssen die Bürger früher und intensiver an solchen Entscheidungen beteiligen.“

Den Rahmenplan stellt das Büro Goergens und Miklautz auf. Über einen Entwurf hat der Gemeinderat bereits in nicht-öffentlicher Sitzung diskutiert. Die öffentliche Debatte im Gemeinderat folgt am Dienstag, 26. September. Zwei Wochen später können sich dann Bürger in einer Versammlung im Bürgerhaus ab 19 Uhr informieren und ihre Ideen einbringen. „Ich gehe nach den Erfahrungen von 2014 davon aus, dass es viel Interesse der Bürger und Arbeitsaufträge an den Gemeinderat geben wird“, mutmaßt Bürgermeisterin Müller. Die Haarer CSU, erklärter Gegner von Hochhäusern, will „im Vorfeld keinen Rabatz machen“, sagt Alois Rath auf Anfrage. Der Ortsgeschäftsführer der Haarer CSU hat einen Sitz im Gemeinderat. Aber er betont: „Wir werden das scharf im Auge behalten.“

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