Heben ab: Die Nachwuchskünstler „Zwoa Bier“ spielen bairischen Pop mit frechen Texten.
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Heben ab: Die Nachwuchskünstler „Zwoa Bier“ spielen bairischen Pop mit frechen Texten.
Vier Stunden starke Rockmusik bekamen die zahlreichen Zuhörer am Freitagabend auf dem Kirchenplatz geboten. „6 Pack“ machen melodischen Glamrock. 
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Vier Stunden starke Rockmusik bekamen die zahlreichen Zuhörer am Freitagabend auf dem Kirchenplatz geboten. „6 Pack“ machen melodischen Glamrock. 

SOMMA-Festival

Rock-Röhre singt in Haar gegen Kirchenglocken an

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Vieles, was 2017 mit dem „Zamma“-Festival in Haar  von den Bürgern begeistert angenommen wurde, hat man auch im „Somma“-Festival mit auf den Plan gesetzt. Ein Glanzlicht war „Haar rockt am Kirchenplatz“. Samt ungeplanter Spezialeffekte.

Haar Acht Bands, von ganz jung bis sehr ausgereift, die allesamt in den Jugendzentren „Route 66“ und „Dino“ proben, rockten am Kichenplatz in Haar ein begeistertes Publikum. Pünktlich um 23 Uhr war Schluss, darauf achtete Organisator und Route 66-Leiter Franz Meier-Dini. „Wir wollen das ja noch öfters machen, also dürfen wir keinen verärgern.“ Schlag 20 Uhr begann zwar auf der Nebenbühne „Intended“ mit ihrem Alternativ-Rock, doch zeitgleich schlugen auch die mächtigen Glocken von St. Konrad nur wenige Meter dahinter. Nicht einfach für die beiden Sängerinnen Julia Holzland und Laura Leuchs, sich da durchzusetzen. Aber nach ein paar Minuten hatten sie die Aufmerksamkeit der vielen hundert Besucher wieder für sich alleine und wurden ebenso wie alle anderen Bands ausführlich bejubelt.

Im Vorjahr schimpften Anwohner „über den Krach“

Franz Meier-Dini hatte wie schon 2017 aus dem großen Haarer Band-Reservoir acht ausgewählt. Die vier Nachwuchs-Künstler spielten auf der etwas kleineren Bühne: „Zwoa Bier“ machten mit Akustik-Gitarren und frechen bairischen Texten den Opener, es folgten „Intended“, dann „Mindcrawler“ mit Fuzz- und Stonerock, zum Abschluss gab es Punk von den „BBQ Bastards“. Vor der „Post“ stand eine zweite, die Hauptbühne, daher gab es für das Publikum keinerlei Umbau-Pausen. „So bringen wir in vier Stunden auch acht Bands durch, jeder muss sich eben nur fair an 30 Minuten halten, nicht dass die letzten gar keine Zeit mehr haben – denn um 23 Uhr muss Schluss sein“, sagte Meier-Dini. Er wusste genau warum: Im Jahr 2017 hatten sich während der gesamten Zamma-Veranstaltungen regelmäßig Anwohner des Kirchenplatzes „über den Krach“ beschwert. „Wir haben in diesem Jahr alle Anwohner ausführlich in einem Brief informiert über die beiden Tage und uns schon mal vorab entschuldigt.“

Gemeinde hat ein Herz für Rock-Musik

Der Jugendzentrums-Leiter ist nicht nur froh, dass das Publikum das Angebot annimmt, sondern auch über die Gemeinde. „Es ist nicht selbstverständlich, wie Haar uns und die Rock-Musik hier unterstützt.“ Das sah man auch daran, dass eine sichtlich begeisterte Bürgermeisterin Gabriele Müller in Jeans und Shirt sich an Pommes und Rock labte. Auf der Hauptbühne unterhielten die etwas etablierteren und vom Alter her doch deutlich reiferen Bands: „6 Pack“ boten gecoverten Glamrock, „Los Maraios“ exzellenten Hardrock von Blur über Cold Play bis zu den White Stripes. „Spifire“ haben bereits mehrere Platten und Videos veröffentlicht, spielt quer durch Europa vor tausenden Fans, proben aber nach wie vor in Haar. „Ihre Verbundenheit mit uns zeigen sie mit diesem Auftritt“, freut sich Meier-Dini. „Spitfire“ zeigten ihre Klasse, die Devise lautete „Kick Ass Rock’n’Roll“. Den Abschluss machten die alten Haudegen von „The Principal’s Office“, seit 1990 gibt es die Band, sie boten gediegenen Rock.

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