Am Bahnhof in Haar

Zwei angebliche Freunde prügeln sich in der S-Bahn und am Bahnsteig - Polizei muss sie trennen

Einen Streit, der in der S-Bahn begonnen hatte, setzten zwei angeblich befreundete Männer am S-Bahnhof in Haar mit einer Schlägerei fort und verletzten sich gegenseitig.

Haar– Nach ersten Ermittlungen waren ein 30-Jähriger aus Eritrea und dessen 21-jähriger Landsmann aus unbekannter Ursache am Samstag kurz nach 1 Uhr in einer S6 in Streit geraten, teilt die Bundespolizei mit. Die zunächst verbale Attacke, über die ein unbekannter Reisender einen Notruf aus der S-Bahn absetzte, geriet in Haar völlig außer Kontrolle. Beide Migranten sollen sich gegenseitig geschlagen haben.

Als sich nach dem Halt die Türen öffneten, verlagerte sich die Schlägerei auf den Bahnsteig. Dabei soll der 30-Jährige den Jüngeren dann ins Gleis geschubst, hinterher gesprungen sein und in den Gleisen auf den am Boden Liegenden eingetreten haben. Der 21-Jährige soll mit Schottersteinwürfen gegen den ihn Attackierenden reagiert haben, heißt es im Pressebericht der Bundespolizei.

Zwei weitere anwesende Eritreer, deren Zusammengehörigkeit mit den beiden Schlägern noch geklärt werden muss, zogen den 21-Jährigen, der 1,88 Promille im Blut hatte, vom Gleisbereich auf den Bahnsteig. Nach Zeugenbeobachtungen kam es zu keiner Gefährdung durch eine ein- oder ausfahrende S-Bahn. Als die alarmierte Bundespolizeistreife eintraf, standen die beiden Kontrahenten friedlich nebeneinander und gaben an, „Freunde zu sein“. Der 30-Jährige hatte eine blutige Lippe, Blutungen am Zahnfleisch sowie ein Hämatom an der Stirn. Zudem befanden sich Blut und Speichel in seinem Gesicht sowie an der Kleidung. Der 21-Jährige blutete aus der Nase und hatte Schwellungen unter beiden Augen. 

Beide Migranten wollten sich von herbeigerufenen Rettungssanitätern nicht helfen beziehungsweise versorgen lassen. Auf richterliche Anordnung wurde bei dem 30-Jährigen eine Blutentnahme veranlasst. Beide konnten die Wache am Revier München-Ost nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Nun werden Bilder aus der S-Bahn und vom Bahnsteig ausgewertet. Gegen die Männer wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Rubriklistenbild: © Bundespolizei (Symbolbild)

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