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Feuerwehr - Gefahrgutunfall
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Der Lkw hatte Lebensmittel geladen, die verteilten sich über die Autobahn. Die Bergung gestaltete sich dadurch schwierig.
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
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Der Lkw hatte Lebensmittel geladen, die verteilten sich über die Autobahn. Die Bergung gestaltete sich dadurch schwierig.
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
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Der Lkw hatte Lebensmittel geladen, die verteilten sich über die Autobahn. Die Bergung gestaltete sich dadurch schwierig.
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
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Der Lkw hatte Lebensmittel geladen, die verteilten sich über die Autobahn. Die Bergung gestaltete sich dadurch schwierig.
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Der Lkw hatte Lebensmittel geladen, die verteilten sich über die Autobahn. Die Bergung gestaltete sich dadurch schwierig.
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Der Lkw hatte Lebensmittel geladen, die verteilten sich über die Autobahn. Die Bergung gestaltete sich dadurch schwierig.
Feuerwehr - Gefahrgutunfall
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Der Lkw hatte Lebensmittel geladen, die verteilten sich über die Autobahn. Die Bergung gestaltete sich dadurch schwierig.

Griechische Lebensmittel geladen

Sattelzug umgekippt - Vier Folgeunfälle

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Haar/Brunnthal - Ein Sattelzug ist in der Nacht zum Montag auf der A99 bei Haar umgekippt und quer über die drei Fahrspuren liegen geblieben. In der Folge der stundenlangen Autobahnsperrung und der Rückstaus gab es vier weitere Unfälle. 

Viel Geduld auf den Autobahnen rund um München brauchten Autofahrer am Montag. Siebeneinhalb Stunden lang war die A 99 nach einem nächtlichen Sattelzug-Unfall in Richtung Norden gesperrt. Als die Autobahn um 10 Uhr wieder freigegeben war und der Stau sich aufzulösen begann, krachten ein paar Kilometer weiter am Kreuz München-Süd zwei Lkw ineinander. 

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Eine etwas schmierige Angelegenheit beschäftigte ein Großaufgebot an Einsatzkräften in der Nacht zum Montag. Auf der A 99 in Richtung Norden geriet ein 53 Jahre alter Grieche gegen 2.30 Uhr ins Schleudern. Kurz hinter der Anschlussstelle Haar kippte der Auflieger um und blieb quer, alle drei Fahrstreifen blockierend, liegen. Die A 99 musste an dieser Stelle komplett gesperrt werden und wurde erst um 10 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Grund: Die Reinigung der Fahrbahn zog sich recht lange hin, denn der Sattelzug hatte unter anderem Olivenöl und Rotwein geladen, was die Fahr- zu einer Rutschbahn machte. 

Der Fahrer des Sattelzugs hatte Glück im Unglück, der Grieche blieb unverletzt. Mit leichten Verletzungen kam ein 51-Jähriger aus Phillippsburg (bei Karlsruhe) davon, der dem umkippenden Auflieger nicht mehr auszuweichen vermochte und mit seinem Fiat Ducato gegen die Mittelleitplanke geschleudert wurde. Den Gesamtschaden des Unfalls beziffert die Autobahnpolizei Hohenbrunn mit 65 000 Euro. 

Während die mit 16 Leuten unter Leitung von Kommandant Robert Paul angerückte Feuerwehr Hohenbrunn die Sicherung des Verkehrs übernahm und die Autobahnnutzer an der Anschlussstelle Haar von der A 99 ableitete, kümmerten sich die Feuerwehren Haar und Vaterstetten darum, die Unfallstelle auszuleuchten und das THW bei den Bergungsarbeiten zu unterstützen. Ein Teil der Ladung (außer Olivenöl und griechischem Wein auch Obst, Gemüse und Spielzeug) war nämlich auf die Fahrbahn gefallen. Und sorgte für einen Schmierfilm auf dem Asphalt. 

„Zum Glück lag die Ladung aber recht kompakt an einer Stelle“, sagte Thomas Schwinghammer, Kommandant der mit 28 Einsatzkräften herbeigeeilten Feuerwehr Haar. Den Abschleppdiensten half die Feuerwehr, indem sie beim Aufrichten des Sattelzugaufliegers mit Seitenschneidern einige Planen aufschnitt, sodass Teile der Ladung zuvor gesichert werden konnten. Um die Ladung, darunter viele zerbrochene Flaschen, kümmerte sich das THW. Ein Sachverständiger analysierte, welche Teile der Ladung noch verwendbar und welche ein Fall für die Entsorgung waren. Alles noch Brauchbare lud das THW um, danach kam die Autobahnmeisterei an die Reihe: Sie reinigte sehr gründlich die vom Olivenöl und Wein verschmierte Fahrbahn. 

Im Rückstau kommt es zu weiteren Unfällen

„Um 10 Uhr ist die A 99 wieder freigegeben worden“, meldete ein Sprecher der Autobahnpolizei Hohenbrunn. Der Verkehr in Richtung Norden sei zunächst etwas zäh, dann aber rasch abgeflossen. Von Staus im morgendlichen Berufsverkehr blieben Verkehrsteilnehmer dennoch nicht verschont. Die Autoschlange auf der A 99 staute sich übers Kreuz München-Süd auf der A 8 bis Hofolding zurück, auch die parallel zur Autobahn verlaufende B 471 war zwischen Hohenbrunn und Feldkirchen dicht. 

Just, als die A 99 wieder frei war, gab es nur wenige Kilometer weiter den nächsten Unfall in Fahrtrichtung Norden: am Kreuz München, auf der Überleitung von der A 8 zur A 99 bei Brunnthal. Dort herrschte um 10.10 Uhr noch ein Rückstau von der gerade erst aufgelösten Sperre auf der A 99. Ein Slowake (50) musste seinen Sattelzug deshalb bis zum Stillstand abbremsen. Ein 53 Jahre alter Bosnier, der einen deutschen Sattelzug lenkte, bemerkte dies zu spät und fuhr fast ungebremst auf. Beide Fahrer erlitten Verletzungen, der Bosnier musste sogar in eine Klinik gebracht werden. Laut Autobahnpolizei Holzkirchen betrug der Gesamtschaden rund 100 000 Euro. 

Sattelzug umgekippt - Vier Folgeunfälle

Weil beide Sattelzüge nicht mehr fahrbereit waren und zeitweise zwei Fahrspuren gesperrt werden mussten, bildete sich auf der A 8 ein neuer Stau von bis zu acht Kilometern Länge. In diesem Stau ereigneten sich um 11.30, 12 und 12.30 Uhr drei weitere Auffahrunfälle, zweimal mit Beteiligung von Sattelzügen. Bei diesen drei Folgeunfällen kam es nur zu Sachschäden, verletzt wurde niemand.

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