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Standort für Schulcampus: Die Fläche am S-Bahnhof Gronsdorf gehört der Stadt München.

Landkreis soll Stadt München Grundstück abkaufen

Vier statt drei Schulen? Wird der Schulcampus größer?

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  • Andreas Sachse
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Haar - Es ist der nächste Schritt in Richtung Schulcampus: Der Landrat soll mit der Stadt München über den Verkauf einer Fläche in Gronsdorf verhandeln.

Die Realisierung eines Schulcampus in Haar wird immer konkreter. Landrat Christoph Göbel (CSU) soll mit der Stadt München über den Kauf eines Grundstückes am S-Bahnhof Gronsdorf verhandeln, das der Landkreis anschließend für das Schulprojekt zur Verfügung stellen möchte. Das hat der Kreis-Bauausschuss am Dienstagnachmittag einstimmig beschlossen. Zudem könnte der Campus mit einem Ausbildungsschwerpunkt „Gesundheit und Pflege“ größer werden als gedacht. Neben einer Realschule, Fach- und Berufsoberschule könnte zudem eine Pflegeschule auf dem Standort entstehen. Vertreter des Landkreises und des Kuratoriums Wohnen im Alter (KWA) aus Unterhaching, das Interesse am Bau einer Pflegeschule hätte, treffen sich nächste Woche zu Gesprächen. Laut KWA geht es um eine Einrichtung für 120 bis 150 Schüler.

Christoph Göbel: Neue Form der Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Landkreis München

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat in einem Schreiben an Göbel erneut Bereitschaft zum Verkauf der Fläche nördlich der Bahngleise und östlich der Schneiderhofstraße erklärt. Göbel äußerte sich zuversichtlich die Grundstücksfrage zu aller Zufriedenheit klären zu können. Er freue sich über eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stadt. Allerdings: Nun an einen gemeinsamen Schulzweckverband für einen „Campus Haar“ zu denken, sei vermessen, so Göbel. Einem Brief von Münchens Dritter Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) an das Haarer Rathaus zufolge möchte die Stadt Kinder aus München in eigenen Schulen unterbringen. 

Eine Zusammenarbeit für den Landkreis könnte sich dagegen an anderer Stelle auftun. Dem Landratsamt liegt eine Anfrage des KWA vor, eine Altenpflegeschule am Campus anzuschließen. Die gemeinnützige AG ist Trägerin mehrerer Altenwohnstifte in Deutschland. Zuletzt war das KWA mit dem Plan, eine Altenpflegeschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu bauen, am Widerstand der Gemeinde gescheitert. KWA-Vorstand Stefan Arend sagte dem Münchner Merkur: „Wir wollen eine Pflegeschule bauen. Dafür werden mehrere Standorte geprüft.“ Ein Campus-Modell wie in Haar sei wegen möglicher Synergieeffekte „sehr interessant“.

Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller ist "erstaunt" über die Erweiterung

Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD), welche die Kreis-Sitzung am Dienstagnachmittag als Zuschauerin verfolgte, zeigte sich am Abend im Haarer Gemeinderat überrumpelt. Sie sei „sehr erstaunt“, dass der Campus um eine Pflegeschule erweitern werden könnte. Müller sagte: „Ich hätte gerne gehabt, dass wir darüber informiert werden.“ Eine Entscheidung zur Pflegeschule in Haar soll im Herbst fallen.

an/rat

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