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Aushängeschild: Attocube am Bahnhof Haar bietet Systemlösungen für herausragende Anwendungen im Bereich der Nanotechnologie und ist weltweit gefragter Partner für Spitzenlabore in Wissenschaft und Industrie.

Arbeitsplätze und Hightech-Unternehmen

So sieht Haars wirtschaftliche Zukunft aus

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2000 zusätzliche Arbeitsplätze, am besten im Hightech-Bereich – dieses Ziel soll sich die Gemeinde Haar bis zum Jahr 2030 setzen. Das empfiehlt der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV), in einem im Auftrag der Gemeinde erarbeiteten Gewerbe-Entwicklungskonzept.

Haar – In einer Sondersitzung hat sich der Gemeinderat das umfangreiche Gutachten vorstellen lassen. Aktuell hat Haar rund 9450 Arbeitsplätze bei 22 000 Einwohnern. 2000 zusätzliche Arbeitsplätze, das entspräche einem Flächenbedarf von 14 bis 20 Hektar.

Verkehrskonzept

In den nächsten Jahren wird die Gemeinde auch um rund 2500 Einwohner wachsen. Das hat natürlich Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur, auch für Nachbarkommunen. Dafür arbeitet der Gemeinderat parallel an einem Mobilitätskonzept. Haar plane langfristig und strukturiert und setze nicht einfach Gewerbegebiete an den Ortsrand auf die grüne Wiese, sagte Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD). Ein kleiner Seitenhieb gegen den Nachbarn Vaterstetten und seine Planungen im Orsteil Parsdorf.

Seine Dörfer Gronsdorf, Salmdorf und Ottendichl will Haar erhalten. Potenzial für Gewerbe – „hochwertiges Gewerbe“, wie die Experten des Planungsverbands immer wieder betonten – gibt es an den Bahnhöfen Gronsdorf und Haar (Eglfing/West), an der Blumenstraße, der Peter-Henlein- und Hans--Pinsel-Straße.

Ein Sonderfall ist die Finckwiese. Das rund 20 Hektar große Areal am Ortsrand ist ein Filetstück: direkt am Autobahnanschluss, eingegrenzt von den Bundesstraßen 304 (Wasserburger Straße) und 471 (Grasbrunner Straße). Besitzer ist die DIBAG, die Doblinger Industriebau AG. Die Gemeinde bekommt regelmäßig Anfragen von Unternehmen. Aber für die Finckwiese muss es schon etwas Besonderes sein. Um das BMW-Forschungszentrum für autonomes Fahren hatte sich Haar bemüht, das wären alleine rund 2000 Arbeitsplätze gewesen. Doch BMW ging nach Unterschleißheim. Auf der anderen Seite der Wasserburger Straße hat der Bund die Fachhochschule des Bundesnachrichtendienstes aufgegeben. Dieses Areal hätte die Gemeinde gerne, zum Vorzugspreis. Die Bürgermeisterin hat an Bundesfinanzminister Olaf Scholz geschrieben. Vielleicht geht da was.

Sicher geht was an der Blumenstraße, südlich der Bahnlinie. Dort sind bislang unter anderem die Gemeindewerke, und nur dort besitzt die Gemeinde selbst Flächen. Für die westliche Blumenstraße schlägt der Planungsverband „klassisches hochwertiges Gewerbe“ vor, im östlichen Bereich Kleingewerbe und Handwerker. Das Handwerk

Handwerk beachten

nicht aus dem Blick zu verlieren, war den Gemeinderäten Dieter Liebold (CSU) und Werner Kozlik (Grüne), der eine Metzger der andere Instrumentenbauer, ein Anliegen. Der Begriff „hochwertiges Gewerbe“ schien Thomas Reichel (CSU) grundsätzlich ein bisschen inflationär verwendet im Gutachten des PV.

Start-Ups anlocken

Der Standort Peter-Henlein-Straße könnte interessant für Start-Ups sein, findet Thomas Fäth (SPD). Die könnten mit der dortigen Lagerhallen-Struktur etwas anfangen. Am mit Millionenaufwand der Gemeinde sanierten Bahnhof Haar Richtung Eglfing steht mit dem eleganten Neubau von Attocube schon ein Aushängeschild der Unternehmenslandschaft. Dort gibt es weiteres Potential, etwa auf dem bisherigen Baseballplatz. Die Sportflächen könnten nach Westen verlagert werden.

Am S-Bahnhalt Gronsdorf plant die Gemeinde einen Schulcampus, Platz für Gewerbe wäre auch. Für die Hans-Pinsel-Straße am Stadtrand kann sich der Planungsverband eine Zusammenarbeit mit Trudering vorstellen, um den Standort noch aufzuwerten. Die Fraktionen werden das Konzept diskutieren, Anregungen werden eingearbeitet. Dann geht es wieder in den Gemeinderat.

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