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Generationenprojekt: Beim Spatenstich für das neue Maria-Stadler-Haus in Haar helfen Alt und Jung zusammen. Mit dabei: Bürgermeisterin Gabriele Müller und Landrat Christoph Göbel (r.). 

Im Jugendstilpark 

Spatenstich: Große Vorfreudeaufs neue Maria-Stadler-Haus

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Das Maria-Stadler-Haus in Haar ist in die Jahre gekommen. Der Neubau im Jugendstilpark ist längst geplant. Nach dem Spatenstich soll in zwei Jahren Einzug sein.

Haar – Der erste Erdwurf ist getan, nun dauert es zwei Jahre, bis das neue Maria-Stadler-Haus an der Leibstraße in Haar für 142 Senioren eröffnet. Moderner und den Anforderungen einer zeitgemäßen Pflege gerecht soll der Neubau werden. Für das benachbarte Betreute Wohnen ist die Warte- und Bewerberberliste schon heute lang.

Seit Jahren ist das Maria-Stadler-Haus (MSH) an der Salmdorfer Straße mit 100 betreuten Menschen voll ausgelastet. Erst vor wenigen Wochen wurde dort der 30. Geburtstag der Pflegeeinrichtung gefeiert. „Für eine Solitäreinrichtung ist eine 100-Prozent-Auslastung eine enorme Zahl“, sagte Heimleiter Klaus Stierstorfer beim Spatenstich. Jeden Tag gebe es Anfragen, jeden Tag müsse er auch akute Fälle unterbringen. Er muss also einen

Puffer vorhalten, viel Luft bleibt ihm jedoch nicht. Die Bewohner, Stierstorfer selbst und auch seine 90 Mitarbeiter sehnen den Umzug in den Neubau herbei.

Während das bestehende Gebäude neben acht Appartements überwiegend Doppelzimmer hat, bietet das neue MSH 142 Plätze zur vollstationären Pflege auf vier Etagen und in Ein-Bett-Pflegeappartements mit jeweils einem Wohn-Schlafraum sowie Bad und WC. Die 60 betreuten Wohnungen im Südwesten des Areals sollen den Senioren ein Betreuungsangebot bieten, das ein hohes Maß an Individualität und Identifikation ermöglicht. Rüstige Senioren sollen hier selbstbestimmt wohnen und je nach Bedarf Betreuungsmodule individuell dazubuchen können. Funktionelle und optimal geschnittene Wohnungen, geschützte Innenhöfe, ein Laubengang und Loggien sollen eine heitere Atmosphäre schaffen.

Denn am Konzept des Maria-Stadler-Hauses wird sich auch nach dem Umzug nichts ändern. „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“, sagt Stierstorfer. „Wir werden auch weiterhin ein offenes und geschätztes Haus sein“, fügt der Geschäftsführer der MSH gGmbH, Michael Settgast an.

Geplant war das Projekt schon lange. Bereits kurz nach dem Kauf des Grundstücks von der kbo München stand bei den gemeindlichen Überlegungen im Fokus, wie das Gelände überplant wird, dazu ein Pflegeheim und Betreutes Wohnen. Da die konkreten Planungen erst zehn Jahre später in Gang kamen, und währenddessen die Bodenpreise immens gestiegen sind, „schlägt sich dies nun leider auch auf die Pflegesätze aus“, sagte Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD). Dass diese Einrichtungen nötiger denn je seien, zeige die Warteliste für das Betreute Wohnen, 50 Interessenten gebe es bereits für die 60 Plätze.

Der Spatenstich für das MSH ist zugleich der erste im Areal „Jugendstilpark“. Für Landrat Christoph Göbel (CSU) ein wichtiges Projekt, „das das Leben in seiner Gänze widerspiegeln soll und auch der Start für eine besondere städtebauliche Entwicklung im Landkreis München darstellt“. Dafür greift der Landkreis München tief in den Geldbeutel, drei Millionen Euro schießt er zu für das 16 Millionen Euro teure Bauvorhaben Maria-Stadler-Haus. 

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