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Wenig Platz fürs Training haben die Base- und Softballer der Disciples im Ballpark. Sie hoffen auf ein neues Gelände, wenn sich ein Investor für ihr aktuelles Sportareal findet. Im Hintergrund entsteht die „Attocube“-Zentrale.  

Ballpark Eglfing soll verkauft werden

Traum vom neuen Sportpark in Haar

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Es wäre ein Traum für Sportler und Gemeinde: ein neuer Sportpark in Haar. Doch dafür braucht‘s erst einen Investor.

Haar – Es wäre ein Gewinn für alle Seiten: Die Gemeinde Haar würde viel Geld einnehmen durch den Verkauf ihres „Sahnestückchens“. So nennt Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) das Grundstück, auf dem derzeit die Base- und Softballer der Disciples Haar trainieren und spielen. Die Disciples wären ebenfalls heilfroh, weil sie dann auf ein deutlich größeres Sportgelände, gleich nebenan im Westen des heutigen Ballparks, hoffen dürfen. Und die Fußballer des TSV würde ein Verkauf auch sehr freuen. Denn sie würden in einem neuen Sportpark ebenfalls deutlich mehr Platz bekommen.

Die Sportler kämpfen momentan alle mit akuter Platznot. Ein Fußballtrainer des TSV Haar beschwerte sich bei der Ortsteilversammlung „Haar-Nord“ im Kleinen Theater über viel zu wenige Trainingsplätze bei ständig wachsendem Ansturm an kleinen Kickern. Und auch Anton Heiß, Zweiter Vorsitzender der Disciples, betont: „Wir sind extrem beengt auf unserem Gelände.“ Mit 16 Mannschaften spielt der Verein auf einem Feld. „Beim Training sind wir sehr eingeschränkt.“

Die Bürgermeisterin kennt das Problem. „Das weiß ich. Die Lösung wäre ein neues, großes Sportgelände westlich des heutigen“, sagte sie in der Versammlung an den TSV-Vertreter gewandt. „Dieses kommt, sobald wir einen 1A-Investor für unser Sahnestückchen auf dem heutigen Baseball- und Softball-Gelände gefunden haben. Die müssten dann natürlich auch umziehen.“ Das würden die Baseballer liebend gern. „Wir wären begeistert“, betont Heiß. Eine neue Sportanlage verspreche mindestens doppelt so viel Platz wie bislang. Die Disciples seien in diese Pläne der Gemeinde „frühzeitig eingebunden“ worden, es gebe immer wieder Gespräche. „Selbstverständlich lassen wir die erfolgreichen Disciples dann nicht im Regen stehen, sondern werden ein großes, neues Sportgelände nach Westen bauen“, bekräftigte die Bürgermeisterin.

Davon würden auch die Fußballer dank neuer Plätze profitieren. „Ich weiß, welchen Zulauf die Fußballer haben und wie beengt sie oft sind, dass mehrere Mannschaften zeitgleich auf einem Platz trainieren müssen. Ich danke allen ehrenamtlichen Trainern für ihr Engagement, das oft nicht einfach ist“, betonte Müller.

Zwei Knackpunkte gibt es allerdings für ein neues Sportgelände im Westen von Eglfing: Die Grundstücke gehören noch nicht der Gemeinde, und es gibt bislang keine Zufahrt. „Auch dafür benötigen wir unbedingt die neue Nord-Tangente entlang den Bahnschienen und rüber zur B471“, sagte die Bürgermeisterin. Und sie betonte: Neuer Sportpark hin oder her, eine weitere Bebauung Richtung Gronsdorf und Salmdorf werde es nicht geben. „Das ist und bleibt unsere Erholungs- und Frischluftschneise, die wird auf keinen Fall zugebaut.“

Doch fürs „Sahnestückchen“ Ballpark wäre ihr ein Investor sehr recht, der die Fläche zubaut. Ähnlich wie nur wenige Meter weiter in direkter Nachbarschaft zum Ballpark. Dort entsteht derzeit die neue Zentrale des High-Tech-Unternehmens „Attocube Systems“. Der Mutterkonzern Wittenstein SE investiert im sogenannten „Haarer Dreieck“ rund 20 Millionen Euro für einen neuen, 6000 Quadratmeter großen Firmensitz. „Auf diesem Foto sehen Sie nicht das schönste Parkhaus in Haar“, sagte Müller scherzhaft, als sie ein Bild des Rohbaus zeigte. Aber „wir sind schon mächtig stolz, dass dieses Unternehmen aus München heraus zu uns zieht.“ Im Erdgeschoss soll es ein öffentliches Bistro und Café geben.

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